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Nentershäuser Parlament ist sich bei Energie-Sparmaßnahmen einig

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Von: René Dupont

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Strom sparen: Einfache Tipps, die bares Geld wert sind
Stromsparen hilft nicht nur der Umwelt, sondern spart auch Geld. Das beherzigt auch die Gemeinde Nentershausen. © Andrea Warnecke/dpa

Auch die Gemeinde Nentershausen will angesichts der Energiekrise noch mehr Energie sparen, als sie es ohnehin schon seit Jahren tut.

Nentershausen - Einstimmig hat die Nentershäuser Gemeindevertretung am Mittwoch, 9. November, im Dorfgemeinschaftshaus in Nentershausen mehrere Sparmaßnahmen beschlossen. Dazu gehört, dass die Straßenbeleuchtung künftig um 23 Uhr ausgeschaltet wird – bisher war es 24 Uhr. Um 6 Uhr wird die Straßenbeleuchtung wieder angeschaltet – vorher war es 5 Uhr.

Die Weihnachtsbeleuchtung an den Straßen soll entsprechend der Straßenbeleuchtungszeiten angeschaltet werden. Auch die Weihnachtsbäume, die in allen Ortsteilen aufgestellt werden, sollen in den Zeiten beleuchtet werden, in denen auch die Straßenbeleuchtung angeschaltet ist. Im Rathaus werden die Fenster in diesem Jahr nicht weihnachtlich beleuchtet.

Erarbeitet worden waren die Sparvorschläge im Bau- und Planungsausschuss und Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung.

Weihnachtsbeleuchtung am Marktplatz bleibt

Am Marktplatz in Nentershausen und der Kupferstraße in Weißenhasel wollen wir für 30 Tage die Weihnachtsbeleuchtung leuchten lassen“, erläuterte Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD). „Für Jung und Alt sind das schwierige Zeiten. Da wollen wir uns das zum Weihnachtsfest erlauben. Der Stromverbrauch ist angemessen“, betonte Hilmes.

Größere weitere Sparpotenziale sehen die Ausschüsse in der Gemeinde nicht. Trotzdem soll noch mal für jedes Gebäude der Gemeinde geprüft werden, ob es vielleicht doch noch Möglichkeiten gibt, Energie einzusparen. Schon seit Jahren heizt die Gemeinde die Gebäude erst, wenn die Veranstaltungen beginnen.

„Allein die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED im Jahr 2017 hat uns viel gebracht. Vorher lagen die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung bei etwa 25 000 Euro pro Jahr, nach der Umstellung 2018 lagen sie bei etwa 9000 Euro im Schnitt“, berichtete Bürgermeister Hilmes.

„Auch als kleine Kommune sollten wir unseren Beitrag leisten und Energie einsparen. Solidarisch zusammenstehen lautet das Zauberwort“, sagte Anna-Lena Noll (SPD), die Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses. Einstimmig hatte auch der Bau- und Planungsausschuss die Sparvorschläge begrüßt, berichtete der stellvertretende Vorsitzende Jens Möller (CDU).

Bürgermeister Hilmes berichtete, dass Bund und Land die Kommunen auffordern, sich wegen des Mangels an Gas auf einen möglichen Stromausfall einzustellen. „Wir haben einen Verwaltungsstab gebildet, der sich trifft, wenn es nötig ist, um Maßnahmen abzusprechen“, sagte Hilmes. In der Gemeinde gebe es nicht so viel kritische Infrastruktur. Angedacht seien zum Beispiel Wärmestuben, wenn Bürger Räumlichkeiten bräuchten, um sich aufzuwärmen.

„Ich will hier aber keine Hysterie verbreiten. Ich gehe davon aus, dass wir die Probleme im Griff haben und es keinen Blackout oder zumindest keinen schwerwiegenden Blackout geben wird“, sagte Hilmes. (René Dupont)

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