Informationen aus der Autoindustrie erleichtern Zugang zu Unfallwagen

Neue Karten helfen Helfern

Sicher ist sicher: Wegen eines undichten Tankverschlusses an einem mit Gas betriebenen Auto musste die Rotenburger Feuerwehr im Januar zu einer Tankstelle ausrücken. Das Problem war jedoch schnell gelöst und blieb folgenlos. Foto: Schäfer-Marg

Hersfeld-Rotenburg. Dass moderne Autos unterschiedlich konstruiert sind und die Batterie zum Beispiel längst nicht mehr unbedingt im Motorraum steckt, zwingt die Feuerwehren zur genauen Erkundung von Unfallautos, bevor sie helfend eingreifen kann. Hier hilft die neue Technik, erläutert Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten: Die Wehren haben im Einsatzwagen über Laptops die Möglichkeit, die Konstruktionspläne des jeweiligen Autos einzusehen. Die Daten werden von der Autoindustrie geliefert. Autofahrer selbst könnten sich auch so genannte Rettungskarten anschaffen, auf denen die wichtigsten Daten vermerkt sind, und die Karte dann an der Sonnenblende befestigen. Die Karten gibt es über Automobilverbände und können im Internet heruntergeladen werden.

Einfach nur anderes

Grundsätzlich schätzt Weingarten die neuen Antriebsarten nicht gefährlicher ein als die konventionellen. „Sie sind einfach nur anders. Und wir Helfer müssen anders reagieren.“ Ähnlich sieht das auch der Leiter der Kasseler Berufsfeuerwehr, Karl-Heinz Krütt, der noch keinen problematischen Einsatz vor dem Hintergrund neuer Antriebstechniken registrieren musste. Bei Hybridautos zum Beispiel gälten die gleichen Regeln wie bei allen Elektrogefahren: „Wir müssen Abstand halten.“ (sis)

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