Neue Orgel erklingt am Sonntag in Raßdorf

Ausgefüllt mit Teilen für die neue Orgel war der Kirchenraum in Raßdorf: Unser Foto zeigt einen Teil der Holzpfeifen aus Fichte und Pflaumenholz, die von den Kirchenvorsteherinnen Claudia Tann (von links) und Bettina Eckhardt sowie von der Fördervereins-Vorsitzenden Susanne Torreiter besichtigt werden. Fotos: Vöckel

Raßdorf. In Raßdorf geht ein Wunsch in Erfüllung: Eine richtige Orgel in der Kirche. Die Einweihung findet am Sonntag, 24. April, in einem Gottesdienst statt. Beginn ist um 13.30 Uhr.

Das Instrument wird in diesen Tagen von Orgelbauer Thomas Schölken, seinem Sohn Aaron als Auszubildendem und den Mitarbeitern Karl-Gerhard Schulze und Ingo Göbert von der Orgelwerkstatt Rotenburg eingebaut.

Im Gottesdienst wird Christian Zierenberg, der Bezirkskantor des Kirchenkreises Rotenburg, die neue Orgel erstmals spielen. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus sowie Bratwürstchen vom Grill.

Der Erlös kommt der Restfinanzierung der Orgel zugute. Die Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde in Wildeck und der Förderverein „Dorfkirche in Raßdorf“ freuen sich auf viele Besucher.

Den Denkanstoß für eine richtige Orgel in der Dorfkirche Raßdorf gab Pfarrer Winfried Schiel bereits 2009. Das derzeit genutzte Instrument war eine gebrauchte Tischorgel, deren Klang den Kirchenraum nicht ausfüllte. Dieses Geräte war von der Größe her nicht für das Gotteshaus ausgelegt. Also begann man in Raßdorf wieder zu planen und hauptsächlich Spenden zu sammeln, um den Wunsch zu verwirklichen.

Das war ja nichts Neues für die Gemeindemitglieder in dem kleinen Wildecker Ortsteil. Reichlich Erfahrung hatten sie schon beim Bau der Dorfkirche in den Jahren 1999 und 2000 gesammelt. Und der damals gegründete Förderverein „Dorfkirche für Raßdorf“ bestand ja auch noch. Doch konkret wurde das Projekt Orgel erst vor zwei Jahren. Zu diesem Zeitpunkt war die Finanzierung gesichert und die Orgelwerkstatt Rotenburg wurde mit dem Bau beauftragt.

Thomas Schölken begann mit der technischen Planung und dem Anfertigen der Orgelteile zusammen mit seinen Kollegen. Am Ende war die neue Orgel in der Rotenburger Werkstatt komplett aufgebaut. Das war die Voraussetzung für einem Probebetrieb zum Testen der Funktionen.

Der Abschluss ist der Einbau in die Kirche, der ungefähr zwei Wochen in Anspruch nimmt. „Wir haben uns in Vorjahr auch über den Stand des Orgelbaus in der Rotenburger Werkstatt informiert“, berichtete Susanne Torreiter, die Vorsitzende des Fördervereins. Die Besuchergruppe aus Raßdorf habe dabei auch eine Führung durch die Orgelwerkstatt mit vielen interessanten Einblicken erhalten. Am Prospekt, der Vorderansicht der neuen Orgel, habe Architekt Max von Trott zu Solz planerisch mitgewirkt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Rotenburg-Bebraer Allgemeinen.

Von Herbert Vöckel

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