Neue Schule mit christlichen Werten geplant

Heinebach. Der Förderverein Bekenntnisschulen in Alheim will in Heinebach ab dem Schuljahr 2011/12 eine Privatschule eröffnen. Das hat Alheims Bürgermeister Lüdtke dem Gemeindeparlament bei dessen jüngster Sitzung mitgeteilt.

Der Förderverein plant ab dem genannten Zeitpunkt die Einrichtung zunächst einer höchstens 20-köpfigen Klasse mit Kindern des ersten und zweiten Schuljahrs, erläutert Andreas Löwen, Vorsitzender des Fördervereins. In der vergangenen Woche habe der Verein einen Teil der zur Genehmigung notwendigen Unterlagen beim Staatlichen Schulamt in Bebra eingereicht.

Schulfachliche Prüfung

Das bestätigt Anita Hofmann, Leiterin der Behörde. „Wir haben vom Verein Unterlagen erhalten, die sich am Leitfaden für Privatschulen orientieren“, sagt Hofmann. „Die werden jetzt von uns juristisch und schulfachlich geprüft.“ Wie lange diese Prüfung dauern werde, wollte Hofmann nicht sagen.

Ein wichtiger Punkt sei aber das Finanzierungskonzept, das noch nicht eingereicht sei. „Das ist entscheidend“, betont Hofmann. Laut Andreas Löwen wird ein Finanzplan erstellt. In den ersten drei Jahren gibt es kein Fördergeld für eine solche Schule. Daher soll die Schule sich aus Spenden und Schulgeld finanzieren. Zwischen 50 und 270 Euro monatlich, gestaffelt nach Einkommen, und für weitere Kinder weniger soll das kosten, wie aus einer Tabelle auf der Internetseite des Vereins hervorgeht.

Dort findet sich auch mehr zum pädagogischen Konzept. „Christliche Werte auf biblischer Grundlage und die Vermittlung allgemeiner Bildung sollen die Basis unserer Arbeit sein“, steht dort unter anderem. Weiter heißt es: „Wir wollen eine christliche Schule freievangelischer Prägung. Wir orientieren uns an Werten und Maßstäben der Bibel“, und: „... eine Schule, in der andere Kulturen und Religionen herzlich willkommen sind.“ Andreas Löwen ergänzt: „Eine Konkurrenz zur Heinebacher Grundschule wollen wir nicht sein, eine solche Dimension wird eine Privatschule nie erreichen.“

Als Namen schlägt der Verein „Martin-Luther-Bekenntnisschule Alheim“ vor. Schulamtsleiterin Hofmann hat den Eindruck, „dass der Verein sein Ziel mit Ernsthaftigkeit verfolgt“. Das Amt werde die Angelegenheit „konstruktiv begleiten“. Hofmann: „Der Verein richtet sich an christlichen Grundsätzen aus, dort wird nicht einfach ein Religionsunterricht irgendeiner Prägung stattfinden.“

www.fcba.de

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