Umstrukturierungen an den Förderschulen im Landkreis

Neue Struktur sorgt für Unmut an Friedrich-Fröbel-Schule in Bad Hersfeld

Hersfeld-Rotenburg. Umstrukturierungen an den Förderschulen im Landkreis sorgen besonders an der Friedrich-Fröbel-Schule in Bad Hersfeld für Unmut. Der Personalrat und ein Schulkind hatten sich bereits öffentlich kritisch geäußert.

Worum geht es? An die Fröbel- und auch an die Heinrich-Auel-Schule in Rotenburg sind die Beratungs- und Förderzentren(BFZ) angegliedert. Diese koordinieren die sonderpädagogische Förderung und die inklusive Beschulung von Kindern an Regelschulen. Das Personal war praktisch identisch. Das heißt, Lehrer der Förderschulen arbeiteten zum Teil auch in Regelschulen und unterstützen dort förderbedürftige Kinder. Wechsel waren möglich. 

Die Neuordnung sieht vor, dass das Personal getrennt wird. Das heißt ein Teil der Lehrer bleibt fest an der jeweiligen Förderschule, der andere Teil arbeitet im inklusiven Unterricht an Regelschulen.

„Damit schaffen wir eine höhere Verlässlichkeit für beide Schularten“, sagt die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Anita Hofmann. Die Leitungen der größeren Regelschulen hätten sich mehr Planungssicherheit und feste Teamstrukturen mit nicht mehr häufig wechselndem Personal gewünscht. Während das neue System an der Heinrich-Auel-Schule bereits relativ geräuschlos eingeführt worden war, greift es erst zum kommenden Schuljahr an der Fröbelschule.

Weil Förderschullehrer ohnehin fehlen, befürchtet der Personalrat, dass diese vorrangig in der Inklusion an Regelschulen eingesetzt werden und Klassenlehrer abgezogen werden. Der Personalrat nennt das bedenklich, weil Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf feste Beziehungen in der Schule benötigten. Befürchtet wird auch, dass Lehrer an Förderschulen fachfremd eingesetzt werden müssen. Beim Schulamt geht man jedoch davon aus, dass die Neuausrichtung für einen ruhigeren Unterrichtsbetrieb sorgen wird. (sis)

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Rubriklistenbild: © dpa-avis

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