Investor beantragt Zufahrt von B 62 und neue Kabeltrasse

Neuer Anlauf für Windpark Roteberg bei Friedewald

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Friedewald. Die Planer des Windparks Roteberg nehmen einen neuen Anlauf, die insgesamt fünf Windkraftanlagen zwischen Friedewald und Bad Hersfeld zu errichten.

Mittlerweile wurde der Bau einer neuen Zufahrt durch den Wald beantragt. Das bestätigte der Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel, Michael Conrad, auf Nachfrage unserer Zeitung. Diese Baustraße soll etwa 1,5 Kilometer nördlich der Heiligenmühle zwischen Friedewald und den Rastplätzen von der B62 abzweigen und auf einen vorhandenen Forstweg münden. Bereits seit 2015 ist der Windpark genehmigt. Bislang scheitern jedoch alle Zufahrtsmöglichkeiten für Schwertransporte am Widerstand der betroffenen Grundstückseigentümer oder -pächter.

Auf eine Anfrage unserer Zeitung beim Bremer Investor WPD antwortete Peter Forch, Geschäftsführer der Oldenburger Firma Linden Energy: Gegenwärtig wolle man keinen Kommentar abgeben. Linden Energy ist gemeinsam mit der Projektgesellschaft ISB am Unternehmen beteiligt, welches den Bau der Zufahrt abwickelt.

„Dass für die beantragte Baustraße weitere 12 000 bis 15 000 Quadratmeter intaktes Waldgebiet geopfert werden sollen, ist ein weiteres Argument gegen diesen Standort“, meint der Vorsitzende der Bürgerinitiative für ein l(i)iebenswertes Friedewald, Thorsten Sindel. Es sei geradezu zynisch, für grünen Ökostrom solch gravierende Eingriffe vorzunehmen. Eine Genehmigung wäre aus Sicht der BI ein Skandal.

Auch für das Kabel zum Umspannwerk Hohe Luft wurde zwischen Sorga und dem Roteberg eine neue Trasse beantragt: Um die salzhaltigen Quellen an der A 4 weitläufig zu umgehen, soll das unterirdisch verlegte Kabel zwischen Sorga und Kathus das Solztal kreuzen und nördlich der Breitzbachmühle die Autobahn unterqueren.

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