Beschluss des Wildecker Parlaments

Neuer Autohof an der A4 in Hönebach beschlossen

So ähnlich wird der Autohof bei Hönebach auch aussehen: Das Foto zeigt die 24-Autohof-Anlage an der A 7 bei Homberg.
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So ähnlich wird der Autohof bei Hönebach auch aussehen: Das Foto zeigt die 24-Autohof-Anlage an der A 7 bei Homberg.

Auf der nördlichen Fläche des Gewerbegebiets an der Autobahn 4 bei Hönebach wird nun doch ein Autohof gebaut. Dafür hat die Wildecker Gemeindevertretung den Weg frei gemacht.

Hönebach – 15 Gemeindevertreter stimmten dafür, sieben dagegen. Geschlossen dafür votierte die Mehrheitskoalition von SPD und CDU zusammen mit der FDP. Geschlossen dagegen stimmten die Vertreter der FWG und der Grünen. Beide Fraktionen hatten sich dafür ausgesprochen, den Zuschlag auch für die nördliche Fläche der Turnkey Solutions GmbH zu geben. Sie wollte dort eine weitere Logistikhalle bauen. Das Unternehmen hat bereits die südliche Fläche des Gewerbegebiets gekauft und dort mit dem Bau einer Logistikhalle begonnen. Die Halle soll vermietet oder verkauft werden.

Der Wildecker Gemeindevorstand hatte dem Parlament am Donnerstag beide Alternativen als Beschlussvorschlag vorgelegt. Vor acht Wochen sah alles noch ganz anders aus. Da schienen die Pläne für einen Autohof an der Autobahn 4 bei Hönebach vom Tisch zu sein. Jetzt hat der Investor 24-Autohof doch den Zuschlag erhalten. Für die Entscheidung im Parlament hatte die Grünen-Fraktion eine namentliche Abstimmung beantragt.

Der Investor will im Gewerbegebiet bei Hönebach einen Autohof mit Tankstelle und E-Ladesäulen sowie Gastronomie bauen. Es soll dort ein Subway-Schnellrestaurant und ein Restaurant mit gut-bürgerlicher Küche geben. Nach eigenen Angaben rechnet der Investor mit 40 Arbeitsplätzen. Vorgesehen sind 56 beschrankte und videoüberwachte Lkw-Stellplätze und 55 Pkw-Parkplätze. Im Gespräch war auch ein kleines Hotel. Die Pläne sind aber wohl vom Tisch. Für die Kleinen gibt es einen Kinderspielplatz und für die Größeren Outdoor-Fitnessgeräte. Der Investor wirbt damit, dass er für seine Angebote bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Der Autohof soll mit einer Fläche von 14 600 Quadratmetern vergleichsweise klein ausfallen. Er hat noch eine Option für eine weitere Fläche von 6300 Quadratmetern. Es gibt bereits 15 Autohöfe von ihm deutschlandweit. Ein regionaler Pächter soll den Autohof betreiben. Der Baustart ist für Herbst 2022 angekündigt.

Die Fraktionen setzten sich in der Diskussion vehement für ihre Positionen ein. „Egal wie die Entscheidung heute ausfällt, beide Projekte beinhalten ihre Vorteile für unsere Gemeinde“ sagte Bürgermeister Wirth.

Gewerbegebiet mit bewegter Geschichte

2004 gab es die erste Anregung, auch bei Hönebach ein Gewerbegebiet einzurichten. 2012 teilte Bürgermeister Jürgen Grau dann mit, dass auch der dritte mögliche Autohof-Investor abgesprungen war. Seit 2016 ist Bürgermeister Alexander Wirth mit dem Gemeindevorstand im Gespräch mit 24-Autohof. In der Zwischenzeit gingen an der A 4 bei Bad Hersfeld 2018 der neue Autohof in Betrieb, bei Herleshausen 2020 die neue Rastanlage.  (René Dupont)

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