Neuer Chefarzt ab April: Dr. André Hofmann übernimmt Pneumologie am Rotenburger KKH

Lungenspezialist: Dr. André Hofmann kommt aus Siegen ans Kreiskrankenhaus in Rotenburg. Er war unter anderem in den renommierten Lungenzentren in Bethanien/Solingen und Schillerhöhe/Stuttgart tätig. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Dr. André Hofmann ist der neue pneumologische Chefarzt am Kreiskrankenhaus Rotenburg. Er tritt am 1. April die Nachfolge von Dr. Rainer Michulla an und ist für die Lungen- und Bronchialheilkunde zuständig.

Damit ist am KKH ab April ein Lungenspezialist in vollem Umfang für das Haus tätig, das vom Land Hessen den Auftrag für die pneumologische Versorgung der Patienten im Kreis Hersfeld-Rotenburg erhalten hat.

Hofmann ist zurzeit noch Oberarzt am Kreisklinikum Siegen. Er ist Internist, Pneumologe, Allergologe und Schlafmediziner.

Am KKH in Rotenburg habe er eine sehr gute Pneumologie vorgefunden, sagt André Hofmann, der hier als Chefarzt das gesamte Spektrum der Lungen- und Bronchialheilkunde anbieten möchte. Dazu gehören auch die allergischen Krankheitsbilder, Lungenkrebs und die sogenannte interventionelle Pneumologie. Darunter versteht man Eingriffe an der Lunge und am Rippenfell, zum Beispiel die Bronchoskopie, um Gewebe zur Untersuchung zu gewinnen oder Stents (Röhrchen) bei Tumorengen (Stenosen) zu setzen. Ebenso gehören die Behandlung von Lungenhochdruck, das „Weaning“ (Entwöhnung von Patienten vom Beatmungsgerät) und auch die Schlafmedizin zum pneumologischen Spektrum.

Kurze Wege

Am KKH schätzt Hofmann die kurzen Wege und den direkten Austausch mit den Kollegen der anderen Disziplinen. Er finde im KKH ein motiviertes Team und einen sehr guten Standard vor, erklärt Hofmann, warum er sich für das KKH entschieden hat. Diesen Standard wolle er weiterentwickeln. Dass das Haus akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Marburg sei, über Tradition und den Versorgungsauftrag in der Pneumologie verfüge, hat ihn außerdem überzeugt.

Personalchefin Karla Krause-Heid erklärte, es sei gut geschultes Personal vorhanden, die nicht invasive Beatmung sei gut etabliert, Atemtherapeutinnen stünden ebenso zur Verfügung wie ein routiniertes Endoskopieteam.

40 Betten stehen für die lungenkranken Patienten bereit. Ärztlich betreut werden sie neben dem Chefarzt von dem Pneumologen Oberarzt Amanullah Nassr sowie zwei Fachärzten der Inneren Medizin und einer weiteren Assistenzärztin.

Über 1100 Patienten werden jährlich stationär in der KKH-Pneumologie behandelt. Sie kommen aus dem gesamten Kreisgebiet und den angrenzenden Kreisen ins KKH.

Der Chefarzt der Chirurgie, Dr. Martin Oechsner, erklärte, die Pneumologie spiele am KKH eine bedeutende Rolle. Diese wolle man weiter entwickeln.

Der Lungenspezialist Hofmann kannte die Stadt Rotenburg bisher nicht. Aber nach zwei Besuchen sagt er, die Landschaft und die Fachwerkstadt gefielen ihm, vor allem die Altstadt. Wichtig sei für ihn außerdem, dass es an seiner neuen Wirkungsstätte auch menschlich passe.

Aufgewachsen ist er übrigens bei Berlin. Er hat zu DDR-Zeiten in Rumänien studiert, spricht daher auch fließend Rumänisch, Russisch, aber auch Englisch.

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