Nachfolger von Axel Nolte

Neuer Pfarrer in Breitenbach auch Seelsorger im Rotenburger Krankenhaus

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Freut sich über die warmherzige Aufnahme in die Gemeinde: Pfarrer Wolf-Benjamin Gittermann hat seinen Dienst als Pfarrer und Nachfolger von Axel Nolte in Breitenbach aufgenommen.

Breitenbach/Rotenburg. Vieles wollte Wolf-Benjamin Gittermann werden, aber nicht Pfarrer. Wir stellen den neuen Breitenbacher Pfarrer im Porträt vor. 

Wolf-Benjamin Gittermann stammt selbst aus einem Pfarrhaus und konnte als Kind nicht verstehen, dass der Vater zu Hause war, aber doch keine Zeit hatte, zum Beispiel mit dem schönen neuen Fußball gleich mal zu spielen.

Aber dann hatte Gittermann ein Berufungserlebnis („so abgeschmackt das klingen mag“) und begann, Theologie zu studieren. Er musste sich durchbeißen, sagt er, denn er war auf einem Wirtschaftsgymnasium gewesen und hatte Französisch gelernt, nun waren Latein, Griechisch und Hebräisch gefragt.

An seinem Beruf gefällt ihm, dass er viel mit Menschen zu tun hat, sie in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begleiten kann: Bei der Taufe und beim Feiern, aber auch bei Krankheit, Gebrechlichkeit und am Lebensende. Er möchte die Faszination des Glaubens weitergeben, die heilende Kraft.

So sind der Gottesdienst und die Predigt am Sonntag für ihn die Höhepunkte der Woche, aber auch die Seelsorge ist ihm sehr wichtig, die richtigen Worte bei einer Beerdigung zu finden, einen Menschen gut zu verabschieden, Trost zu spenden.

Für Jugendarbeit hat er sich schon immer eingesetzt. So ist er seit seinem 12. Lebensjahr bei den Pfadfindern und bis heute beim CVJM-Westbund, „das sind die mit dem grünen Hemd und dem Halstuch“.

Doch die Schwerpunkte veränderten sich im Laufe des Lebens. So interessiert ihn zunehmend die Seniorenarbeit – aber natürlich nimmt er alle seine Aufgaben als Pfarrer wahr. Dazu gehört auch die als Klinikpfarrer am Kreiskrankenhaus Rotenburg. Hier übernimmt er demnächst die Aufgabe von Pfarrerin Alogas. Während sie sich mit einer halben Stelle um die Patienten kümmert, stehen ihrem Nachfolger nur eineinhalb Tage (25 Prozent) zur Verfügung.

Die dafür erforderliche Weiterbildung hat Pfarrer Gittermann bereits absolviert – er spricht von einer glücklichen Fügung und Gotteslenkung. Nun ist er gespannt auf das Krankenhaus. Dort treffe er, wie so oft als Pfarrer, auf „Menschen in besonderen Situationen, die viel Zuspruch brauchen“. Er möchte ihnen Mut zusprechen und ihnen sagen, „Gott ist bei dir, egal was kommt“.

Den Landkreis kennt Gittermann schon aus seiner Zeit als Zivi am Klinikum Hersfeld, außerdem war sein Vater zehn Jahre Pfarrer in Mecklar-Meckbach, er selbst auch als Springer im Einsatz. Nach seinen vielen Umzügen muss er daher lange überlegen, wo er sich zu Hause fühlt, und antwortet mit dem Bibelvers: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr. 13,14)

Mit seinem Golden Retriever-Mischling Alfred ist Pfarrer Gittermann naturgemäß oft draußen unterwegs. Aber auch die Gartenarbeit liebt er. Auf dem großen Grundstück am Pfarrhaus hat er schon Büsche gepflanzt, die Schmetterlinge anziehen – auch eines seiner Hobbys.

Der 45-Jährige ist mit Ariane Stengel verlobt, die in der Rhön fest verwurzelt ist. Sie ist seit langem als Lektorin tätig und schult gerade zur Altenpflegerin um. 

Mehr über den neuen Breitenbacher Pfarrer lesen Sie in unserer gedruckten Samstagausgabe und im E-Paper. 

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