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Buchcafé in Bad Hersfeld bietet weiter Kultur für alle

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Von: Christine Zacharias

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Der neue Vorstand des Buchcafés mit (von links) Herbert Janßen, Heide Schumann-Held, Geschäftsführerin Mercedes Thiel, Johanna Schindler, Constantin Sieg und Ulla Morgner. Auf dem Gruppenbild fehlt Hanna Kysely.
Der neue Vorstand des Buchcafés mit (von links) Herbert Janßen, Heide Schumann-Held, Geschäftsführerin Mercedes Thiel, Johanna Schindler, Constantin Sieg und Ulla Morgner. Auf dem Gruppenbild fehlt Hanna Kysely. © Christine Zacharias

Mit einem neuen Vorstand und neuen Ideen geht der Verein für Kultur und Kommunikation, der das Buchcafé in Bad Hersfeld betreibt, zuversichtlich ins nächste Jahr.

Bad Hersfeld – Mit einem neuen Vorstand und neuen Ideen geht der Verein für Kultur und Kommunikation, der das Buchcafé in Bad Hersfeld betreibt, zuversichtlich ins nächste Jahr. Nach dem nahezu vollständigen Rücktritt des vorherigen Vorstands im April habe es etwas gedauert, bis sich ein neues Leitungsgremium gefunden und etabliert habe, erklärt Constantin Sieg. Zweifel daran, dass es im Buchcafé weitergehen werde, habe es aber nie gegeben, betont Ulla Morgner.

Mehr Zusammenarbeit mit anderen Kulturschaffenden, das ist ein wesentlicher Aspekt für die zukünftige Arbeit des Vereins, sagt Johanna Schindler. Erste Gespräche seien zum Beispiel mit der Musikschule und der Akademie Burg Fürsteneck geführt und Veranstaltungen verabredet worden. So wird zum Beispiel das Dozentenkonzert des auf der Burg Fürsteneck geplanten Live-Jazz-Workshops von Jan Luley im Buchcafé stattfinden, erklärt Constantin Sieg. Auch eine intensivere Zusammenarbeit mit der Stadt und den Festspielen werde ins Auge gefasst und sei denkbar, ergänzt Geschäftsführerin Mercedes Thiel.

Unter anderem wolle man, soweit das möglich sei, Termine im Vorfeld mit anderen Veranstaltern absprechen, um Überschneidungen bei ähnlichen Veranstaltungen zu vermeiden.

Wichtig ist dem neuen Vorstand aber nicht nur das Veranstaltungsprogramm. „Das Buchcafé ist ein soziokulturelles Zentrum“, betonen die Mitglieder übereinstimmend, ein Raum für Begegnungen, ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Kulturen, ein Forum für politische, kulturelle und weltanschauliche Auseinandersetzungen. Auch daran will der Vorstand bewusst weiter arbeiten.

„Unser großer Vorteil ist: Wir haben Räume, die wir nutzen und auch zur Verfügung stellen können“, betont Heide Schumann-Held. Sie möchte verstärkt alte Menschen einbinden. „Für die gibt es bisher nichts im Buchcafé“, sagt sie. Und natürlich sei es immer das Ziel, Angebote für Jugendliche zu machen.

Auch wenn das Problem, einen funktionierenden Vorstand zu finden, erst einmal gelöst ist, sieht der sich gleich mit dem Nächsten konfrontiert. Peter und Daniel Heck sehen sich aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, die Kneipe aufzugeben. Sie werde nicht grundsätzlich und dauerhaft geschlossen, versichert der Vorstand. Aber es werde nach neuen Konzepten gesucht.

Träger des Buchcafés ist der Verein für Kultur und Kommunikation mit aktuell etwa 230 Mitgliedern. Der Verein organisiert und betreibt seit 1979 das Buchcafé. Dort finden jährlich bis zu 100 Konzerte, Lesungen, Kabarett-, Tanz- und Theaterveranstaltungen statt. Das Buchcafé ist aber nicht nur Veranstaltungsort, sondern ein soziokulturelles Zentrum. Dort treffen sich verschiedene Gruppen, es ist ein Raum für Begegnungen und Austausch. (Christine Zacharias)

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