1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Neuer Wolf bei Ludwigsau nachgewiesen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Carolin Eberth

Kommentare

Die Rede ist nicht mehr vom Wolf, sondern von den Wölfen: Mehrere Sichtungen und Bildmaterial zeugen seit Längerem davon, dass es im Stölzinger Gebirge nicht nur eine Wölfin gibt. Nun wurde das auch vom Hessischen Wolfszentrum anhand einer DNA-Probe bestätigt. Unser Bild entstand im Wildpark Knüll.
Durch die Analyse einer Kotprobe wurde ein neuer Wolf im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nachgewiesen. © Carolin Eberth

Durch die Analyse einer Kotprobe wurde ein neuer Wolf im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nachgewiesen.

Ludwigsau – Der Rüde mit dem Laborkürzel GW2571m wurde genetisch erstmals bei Polier in Niedersachsen im Februar 2022 erfasst.

Mithilfe der genetischen Analyse stellte das wildtiergenetische Labor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Gelnhausen nun auch die ursprüngliche Herkunft des Wolfes fest: Der Rüde stammt aus einem Rudel aus dem Territorium „Hoher Fläming“ in Brandenburg.

Das Verwandtschaftsverhältnis zu dem verpaarten Rüden GW1482m und der Fähe GW227f im „Hohen Fläming“ konnte festgestellt werden, da von beiden Tieren bereits DNA in der Datenbank vorhanden war. Es handelt sich um den Erstnachweis dieses Tiers für Hessen, nicht um den Nachweis der Sesshaftigkeit.

Als sesshaft gilt ein Wolf erst dann, wenn er über einen Zeitraum von sechs Monaten wiederholt in einem Gebiet nachgewiesen wird. Ob sich der neue Wolf in Hessen niederlässt oder nur auf der Durchreise ist, müssen weitere Nachweise im Rahmen des Wolfsmonitorings zeigen.

Zuständig dafür ist das Wolfszentrum Hessen (WZH) im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Das WZH sammelt im Rahmen des hessischen Wolfsmonitorings alle Hin- und Nachweise und stellt Informationen zu bestätigten Nachweisen auf seiner Homepage bereit. (Carolin Eberth)

Auch interessant

Kommentare