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Neues Angebot für Schüler: Landkreis führt Freiwilliges Soziales Schuljahr ein

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Von: Sebastian Schaffner

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Grundschulklasse
Ein Schüler einer 4. Klasse meldet sich in einer Grundschule zu Wort. © Bernd Wüstneck/dpa

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg soll es bald ein neues Angebot für Schüler geben: das Freiwillige Soziale Schuljahr.

Hersfeld-Rotenburg – Ziel des Freiwilligen Sozialen Schuljahres (FSSJ) sei es, das gesellschaftliche und ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen zu unterstützen, so der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll (SPD), der das Konzept am Montag, 14. Februar, im Kreistag vorstellte. Alle Fraktionen stimmten für die Einführung eines FSSJ.

Das Angebot richtet sich an Mädchen und Jungen ab 14 Jahren, also an Schüler ab der achten Klasse. Kreisweit besuchen nach Auskunft des Staatlichen Schulamts derzeit 990 Schüler die Jahrgangsstufe 8. Berücksichtigt man auch die älteren Schüler, würden aktuell rund 4900 Schüler im Landkreis in die Zielgruppe des FSSJ-Angebots fallen.

Wer ein soziales Schuljahr absolvieren möchte, müsse sich freiwillig und in der Freizeit über ein Schuljahr hinweg mit mindestens zwei Stunden pro Woche in einer selbst gewählten Einsatzstelle engagieren. Das kann im sozialen, kulturellen, ökologischen oder auch sportlichen Bereich sein, erklärte Dirk Noll. Wann es losgeht, steht noch nicht fest. Formal muss der Landkreis erst noch einen Antrag bei der Hessischen Staatskanzlei stellen.

Jeder Teilnehmer soll am Ende des Freiwilligenjahres ein Zertifikat erhalten, das laut dem Ersten Kreisbeigeordneten „die Zukunftschancen sicherlich verbessern wird“.

Die Industrie- und Handelskammer begrüßt indes die Einführung des FSSJ. Schüler entwickelten so ihre Persönlichkeit weiter und gewännen Kompetenzen, die sie branchenunabhängig später beruflich einbringen könnten, sagt Julia Kossack, Leiterin des IHK-Servicezentrums Hersfeld-Rotenburg: „Mit dem FSSJ-Zertifikat dokumentieren sie potenziellen Ausbildungsbetrieben, dass sie bereit sind, sich über das normale Maß hinaus zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.“

Auch Hans Wilhelm Saal, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, kann dem neuen Format etwas abgewinnen: „Alles, was die sozialen Kompetenzen von jungen Menschen fördert, finden wir grundsätzlich gut.“ (Sebastian Schaffner)

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