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Neues Vivarium an der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld eröffnet

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Von: Laura Hellwig

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Eröffnet: Michaela Deisenroth und Karsten Backhaus schneiden symbolisch das Absperrband durch.
Eröffnet: Michaela Deisenroth und Karsten Backhaus schneiden symbolisch das Absperrband durch. © Laura Hellwig

An der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld ist das Vivarium nach einem Umbau wiedereröffnet worden. Die Tiere und deren Betreuer haben jetzt mehr Platz.

Bad Hersfeld – Mehr Platz für Bartagame, Vogelspinne, Riesendornschrecke und Goldfische: Das Vivarium an der Modellschule Obersberg (MSO) ist umgebaut und am Donnerstag wiedereröffnet worden. Seit 29 Jahren besteht das Vivarium auf dem Obersberg. Was mit kleinen Aquarien und Terrarien im Klassenzimmer angefangen hat, hat sich zu einer festen Institution der Fachschaft Biologie entwickelt, die sich nun räumlich vergrößert hat.

Jeder soll die Gelegenheit haben, die kleinen und großen Krabbeltiere, Fische und Mäuse aus nächster Nähe zu beobachten. Gleichzeitig brauchen die Verantwortlichen aus Kollegium und Schülerkreisen ausreichend Platz, um die Tiere zu versorgen, und im Hintergrund zu arbeiten. Beides kann jetzt noch besser gewährleistet werden. Ein ehemaliger Klassenraum wurde umgebaut und eine Wand entfernt. Dort stehen jetzt die Aquarien und Terrarien, die von vorne gut sichtbar und von hinten zum Arbeiten und Pflegen gut erreichbar sind.

50 Schülerinnen und Schüler engagieren sich in den Vivarium-AGs, von denen es drei auf dem Obersberg gibt: eine an der MSO und zwei an der Gesamtschule Obersberg (GSO) – für Anfänger ab der fünften Klasse, sowie für Fortgeschrittene, ältere Kinder. Eigenverantwortlich kümmern sich die Schüler um die Tiere, sei es in der Pause oder in Freistunden. Und natürlich in den Ferien, wenn einzelne Tiere zur Pflege mit nach Hause genommen werden.

Seit das Vivarium an der Schule besteht, wurde es auch immer mehr Teil des Unterrichts, berichten Corina Klose und Michaela Deisenroth, beide Biologie-Lehrerinnen und Teil des Vivarium-Teams. So können die Schüler praktisch und anschaulich lernen, welchen Einfluss Umweltfaktoren auf die Aktivität eines Tieres haben. Wenn etwa die Wassertemperatur im Goldfisch-Aquarium verändert wird, verändern sich auch dessen Kiemendeckelschläge, erklärt Klose. Das können die Schüler beobachten, in Grafiken festhalten und auswerten.

Bevor das gestreifte Flatterband am Eingang des Vivariums, begleitet von Helgo Hahn am Keyboard, feierlich durchgeschnitten wurde, dankte Schulleiter Karsten Backhaus allen Beteiligten für die Umsetzung dieses Projektes. Insbesondere mit dem Landkreis sei die Zusammenarbeit sehr gut verlaufen. VR-Herz und Hand hat das neue Vivarium über Spenden finanziell unterstützt, „roe-designz“ hat die Beklebung der Glasscheiben gestaltet.

Auch Besucher haben bald die Gelegenheit, sich das Vivarium anzusehen. Am Samstag, 12. November, findet an der Modellschule ein Tag der offenen Tür statt. Von 10 bis 13 Uhr können sich Schüler, Eltern und Gäste über die Angebote der Schule informieren. (Laura Hellwig)

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