„Bürgerentscheid soll Fusion klären“

Bürgermeisterwahl in Cornberg: Kandidat Dieter Kempka will niedrigere Grundsteuer

Der 48-jährige Dieter Kempka aus Rockensüß, Bürgermeisterkandidat in Cornberg für die Wahl am 1. November 2020, lächelt für ein Porträtfoto in die Kamera.
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Tritt zur Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Cornberg an: der 48-jährige Dieter Kempka aus Rockensüß.

Er will niedrigere Steuern und die Fusion mit einer Nachbarkommune: Der 48-jährige Rockensüßer Dieter Kempka ist einer von vier Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Cornberg.

Cornberg - „Man hört die Leute immer meckern. Auch mir passt Einiges in unserer Gemeinde nicht. Deswegen habe ich mir gedacht: Nicht nur meckern – selber machen.“ So beschreibt Dieter Kempka seine Motivation, bei der Bürgermeisterwahl in Cornberg am 1. November anzutreten. Eine Sache, die dem Fernkraftfahrer überhaupt nicht gefällt, sind die hohen Grundsteuer-Hebesätze. „Die liegen bei uns auf Großstadtniveau. Das muss sich ändern“, sagt Kempka. Ein Kernübel ist für ihn, dass die Kommune eigentlich finanziell nicht überlebensfähig sei. Cornberg müsse sich bei einer Nachbarkommune angliedern. „Das will definitiv der Großteil der Leute hier. In welche Richtung es geht, müsste mit einem Bürgerentscheid geklärt werden.“

Obwohl er eine Fusion sinnvoll findet, sagt der 48-Jährige auch: „Wenn ich gewählt werde, möchte ich sechs Jahre lang als Bürgermeister meine ganze Kraft der Gemeinde zur Verfügung stellen und etwas bewirken.“ Dazu gehöre zum Beispiel, auch junge Leute für die Kommunalpolitik zu begeistern. Bei der Feuerwehr in Rockensüß, wo Kempka passives Mitglied ist, gebe es ein hervorragendes Miteinander von Alt und Jung. Das wünscht er sich auch in der Politik. Außerdem empfindet er abgesehen von der Grundsteuer auch die Hundesteuer als zu große Belastung für die Cornberger. Sie müsse ebenfalls gesenkt werden, außerdem solle die Gemeinde Kotstationen aufstellen.

Kommunalpolitische Erfahrung hat der Rockensüßer, der früher Mitglied bei der Cornberger Bürgerliste (CBL) war, bislang nicht. Er war aber 20 Jahre lang im Lkw-Bereich selbstständig, wo er Erfahrung in Verwaltung und Buchhaltung hat. Der Bürgermeisterkandidat ist in Rotenburg aufgewachsen und lebt seit rund 20 Jahren in Rockensüß. „Die Gemeinschaft hier ist toll und lebenswert. Der Zusammenhalt zwischen den Ortsteilen könnte sich aber noch verbessern“, findet er. Wenn er gewählt wird, möchte er regelmäßige Bürgersprechstunden einrichten. „Ich will für alle großen und kleinen Anliegen unserer Einwohner unmittelbar ansprechbar sein“, kündigt Kempka an. (Von Christopher Ziermann)

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