Fehlende Rettungsgasse war ein Problem 

Helfer retten Verletzten aus brennendem Fahrzeug auf A5

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Dramatischer Unfall auf der A5: Der Fahrer dieses Sprinters wurde schwer verletzt.

Dramatische Szenen haben sich nach einem Unfall auf der A5 zwischen dem Rasthof Rimberg und dem Hattenbacher Dreieck abgespielt. Helfer retteten einen Schwerverletzten.

Aktualisiert um 21.20 Uhr. Zu dem Unfall kam es am Mittwoch gegen 16.35 Uhr unmittelbar hinter der Rastanlage Rimberg in Fahrtrichtung Hattenbacher Dreieck/A7.

Wie ein beteiligter Sattelzugfahrer mitteilte, befuhr er auf der A5 den rechten von drei Fahrstreifen, der am Rimberg endet. Der Fahrer wich auf den mittleren Fahrstreifen aus, musste aber aufgrund eines Staus die Geschwindigkeit erheblich reduzieren. Nur wenige Sekunden später krachte ein Kleintransporter in das linke Heck des Sattelaufliegers.

In dem Sattelzug saß laut Polizei ein 25-Jähriger aus Litauen, den Transporter fuhr ein 29-Jähriger aus Lollar.

Durch die Wucht des enormen Aufpralls wurde der Fahrgastraum des Transporters völlig zerquetscht und dieser nach links gegen die Mittelschutzplanke abgewiesen. Wegen des hohen Geschwindigkeitsüberschusses rutschte das lenkungsunfähige Fahrzeug noch circa 150 Meter an der Schutzplanke entlang, bevor es zum Stillstand kam.

Kurz nach dem Unfall: Ersthelfer verhinderten noch Schlimmeres.

Mehrere Lkw-Fahrer eilten an das verunglückte Fahrzeug und versuchten dem eingeklemmten Fahrer zu helfen. Zwischenzeitlich begann das Fahrzeug zu brennen. Von allen Seiten holten die Ersthelfer Feuerlöscher und Wasserflaschen herbei, um den Fahrer zu schützen.

Im Inneren des Fahrzeugs begannen auf der Ladefläche Warnfackeln zu brennen. Die Ersthelfer räumten unter Einsatz aller Kräfte und ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit den Laderaum des Transporters leer. Absperrmaterial, Aggregate, Gasflaschen und viele Werkzeuge für Arbeiten auf einer Straßenbaustelle wurden ausgeräumt, um von der Ladefläche aus an den Fahrer zu kommen.

Fahrer erlitt schwere Verletzungen 

Nach nur kurzer Zeit traf dann auch die Feuerwehr aus Kirchheim an der Einsatzstelle ein und löste die Ersthelfer am Fahrzeug ab. Mit schwerem Gerät wurde der Fahrer aus dem Fahrzeugwrack befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Fahrer mit dem Rettungshubschrauber nach Gießen ins Krankenhaus geflogen werden musste. Laut Polizei erlitt er ein lebensbedrohliches Polytrauma, also mehrere schwere Verletzungen, von denen mindestens eine lebensbedrohlich ist.

Helfer warfen Werkzeuge aus dem Fahrzeug, um an den Verletzten zu gelangen.

Als Unfallursache wird nicht angepasste Geschwindigkeit und Unachtsamkeit seitens des Transporterfahrers vermutet.

Als die Anspannung fiel, bemerkten auch zwei der Ersthelfer, dass sie sich bei dem Rettungseinsatz verletzt hatten. Sie wurden medizinisch versorgt und mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Entsetzt waren die Ersthelfer darüber, dass viele Autofahrer vorbeifuhren und mit ihrem Handy Fotos von der Einsatzstelle machten.

Keine Rettungsgasse: Fahrbahn zum großen Teil blockiert 

Ein großes Problem stellte zudem die fehlende Rettungsgasse für die Rettungs- und Einsatzkräfte dar. Die angeforderten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes konnten die Unfallstelle nur sehr schwer erreichen, teilt die Polizei mit. Die Fahrbahn sei zum großen Teil mit Lastzügen zugestellt bzw. blockiert gewesen.

Ein großes Lob gab es indes von Polizei und Feuerwehr für die Ersthelfer, denn ohne ihren selbstlosen Einsatz wäre der Fahrer des Kleintransporters in seinem Fahrzeugwrack verbrannt.

Der Verkehr staute sich laut Polizei aufgrund des Unfalls auf etwa zehn Kilometern. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro. Der 25-jährige Sattelzugfahrer aus Litauen blieb unverletzt. (yk/red/nm)

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