1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Buddeln und Planen in der Marktgemeinde

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robin Kemmsies

Kommentare

Baumaschinen auf schlammigen Bauplatz in Niederaula
Bald nimmt die nächste Firma in Niederaula ihren Betrieb auf. Nebenan wird schon fleißig an der nächsten Niederlassung gearbeitet, wie die Arbeiten hier zeigen. © Blöthner, Daniel

Die heutige Marktgemeinde Niederaula wurde bereits im Jahr 779 erstmals urkundlich erwähnt.

Mittlerweile leben weit über 5.000 Menschen in den acht Ortsteilen Niederaula, Mengshausen, Solms, Niederjossa, Hattenbach, Kleba, Kerspenhausen und Hilperhausen.

Die Fulda fließt durch das Gemeindegebiet sowie die Aula, die Jossa und der Hattenbach, die allesamt in die Fulda münden.

Im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Rohrbach geht es um die derzeitige und zukünftige Entwicklung des Gewerbegebietes, das große Flächen der Gemeinde einnimmt.

Herr Rohrbach, aktuell finden wieder einige Erdarbeiten im Gewerbegebiet statt. Was ist denn der jüngste Neuzugang bei den Unternehmen in der Marktgemeinde?

Das wäre Rhenus mit den Sparten Rhenus Hightech und Rhenus Delivery, die in wenigen Wochen den Betrieb aufnehmen. Sie kommen ursprünglich aus Kirchheim, brauchten aber mehr Fläche, die sie bei uns gefunden haben.

Wie würden Sie die Nachfrage nach Flächen in der Gemeinde einschätzen?

Die Nachfrage ist riesengroß. Nebendran wird auf rund 60.000 m² Fläche eine weitere Logistikhalle von über 20.000 m² für ein Unternehmen gebaut. Zudem führen wir Gespräche mit der Regionalplanung, um den Bereich an der Autobahn weiter zu entwickeln. Danach werden die weiteren Planungen aufgrund der topographischen Hanglage in der einen Richtung und des Hochwasserschutzes in der anderen Richtung endlich sein.

Was wäre an der Fläche bei der Autobahnauf- und abfahrt umsetzbar?

Ein Autohof mit 50 Stellplätzen Lkw soll im unteren Bereich zwischen der Bundesstraße und der Auffahrt entstehen. Oberhalb der Auffahrt könnte ein weiterer Logistikstandort oder auch ein anderweitig tätiges Unternehmen angesiedelt werden.

Falsch entsorgte Müllsäcke fallen mitten in der Natur auf. Doch wie schlimm ist die Lage wirklich?

Stellenweise katastrophal. Es gibt einen beliebten Graben, da schicken wir keine Mitarbeiter hinein, sondern rücken gleich mit einem Bagger an, um den Müll herauszubekommen. Um dem entgegenzuwirken stehen wir mit den Firmen in Kontakt, aber viele Trucker fahren keine der ansässigen Firmen an, sondern müssen ihre Ruhezeiten anhalten und finden keine Stellpätze. Der Autohof könnte die Lage in gewisser Weise entlasten.

Also wäre das Problem mit dem Autohof noch nicht komplett bereinigt?

Es ist Fluch und Segen mit der Logistik. Einerseits bestellen wir alle gerne und profitieren als Gemeinde von der Gewerbesteuer, andererseits müssen auch Rastflächen für die Lkw-Fahrer vorhanden sein. Die Logistik nimmt aktuell aber schneller zu, als dass wir die benötigten Parkflächen bauen können. Bei Neuansiedlungen werden wir zudem berücksichtigen, dass auf dem Gelände der Unternehmen genügend Pufferfläche vorhanden ist, so dass sich die Lkw nicht auf den Straßen stauen.

Nutzen viele Bürger Niederaulas die Möglichkeit, direkt vor Ort zu arbeiten?

Zahlreiche Mitbürger nutzen das definitiv oder andere ziehen sogar in unsere Region, weil sie hier einen Job gefunden haben. Dadurch ist wiederum entsprechender Wohnraum gefragt, der aktuell knapp ist.

Haben Sie einen Wunsch für das Gewerbegebiet?

Ich wünsche mir, dass die derzeitige Entwicklung im Einklang mit den Behörden zu einem positiven Ende kommen kann, wodurch wir dann zukunftsfähig aufgestellt sind. Zudem soll stets ein Ausgleich zwischen Natur und Gewerbe Teil der Planungen und Umsetzungen sein. In jedem Fall werden uns die jetzt laufenden Vorhaben mindestens die nächsten zwei Jahre planerisch beschäftigen.

Infos kurz und knapp

Unternehmen stellen sich in Steckbriefen vor

Jeden Tag kommen wir bei Erledigungen oder dem Arbeits- bzw. Schulweg an zahlreichen Geschäften vorbei. In welcher Branche die jeweiligen Firmen tätig sind, ist meistens recht schnell ersichtlich, auch wenn vielleicht nicht alle Facetten eines Betriebes so offensichtlich sind.

Doch wie lange gibt es diese überhaupt schon? Wer ist der Inhaber? Wie viele Personen arbeiten dort und bilden die Betriebe auch aus?

Das sind viele Fragen, die einem im Kopf herumschwirren können und praktischerweise auf dieser Seite für einige Betriebe in Niederaula kurz und knapp beantwortet werden. Die Steckbriefe unterhalb dieses Artikels dienen als übersichtliche Möglichkeit, sich über die verschiedenen Unternehmen zu informieren.

Vielleicht gibt es bei dem einen oder anderen einen „Oha“-Effekt, wenn man bedenkt, dass die Betriebe nicht erst seit wenigen Jahren ihrer Tätigkeit nachgehen, sondern bereits seit über 100 Jahren erfolgreich am Markt agieren. Wenn dann noch eine Ausbildung mit freien Plätzen vor Ort möglich ist, umso besser.

Auch interessant

Kommentare