Abstimmung in drei Wochen

Niederellenbacher DGH soll saniert werden: 356.000 Euro im Alheimer Haushaltsentwurf

Das Dorfgemeinschaftshaus in Niederellenbach und der Spielplatz davor sollen neu gestaltet werden. Das Bild zeigt Bürgermeister Georg Lüdtke (links) und Ortsvorsteher Wolfgang Gaber.
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Das Dorfgemeinschaftshaus in Niederellenbach und der Spielplatz davor sollen neu gestaltet werden. Das Bild zeigt Bürgermeister Georg Lüdtke (links) und Ortsvorsteher Wolfgang Gaber.

In Niederellenbach soll das Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet werden, in Heinebach die Hessenallee und in Baumbach die Kita.

Alheim – Das sind die größten Investitionen im Haushaltsentwurf 2021 der Gemeinde Alheim. Darüber hinaus enthält das Zahlenwerk vor allem die Fortführung von schon begonnenen Projekten wie dem Neubau der Feuerwehrhäuser Sterkelshausen (210.000 Euro) und Baumbach (250.000 Euro). Bürgermeister Georg Lüdtke und Dietmar Schaub von der Finanzverwaltung haben den Plan in der Gemeindevertretersitzung vorgestellt. Abgestimmt wird in drei Wochen.

Investitionen

Die Baumbacher Kita kann künftig auch das bisherige Feuerwehrhaus nutzen. Dazu sind Umbauten nötig, für die 2021 insgesamt 938.000 Euro eingeplant sind, weitere 500.000 Euro sollen 2022 folgen. 356.000 Euro sind für die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshauses Niederellenbach und den dortigen Spielplatz vorgesehen. Dafür setzen sich einige Einwohner des Ortes schon länger ein. Nun soll zunächst im Ortsbeirat darüber gesprochen werden, wie sich die Niederellenbacher den Mittelpunkt ihres Dorfes künftig vorstellen. Auch die Hessenallee in Heinebach wird neu gestaltet (178.500 Euro). Für diese Projekte gibt es ebenso Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm wie für den Abbruch der Gebäude Kirchweg 3 und Alheimerstraße 1 in Baumbach sowie Querstraße 2 in Hergershausen.

Steuern und Abgaben

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer liegen stabil bei 900.000 Euro. „Da ist Alheim weiter trotz Corona vergleichsweise gut aufgestellt“, sagt Schaub. 94 Betriebe tragen zu diesem Betrag bei, davon 22 mit mehr als 10.000 Euro. Der Hebesatz der Grundsteuer bleibt bei 600 (geplante Einnahmen: 587.000 Euro Grundsteuer B, 99.500 Euro Grundsteuer A). Die Gemeinde erhält 2,37 Millionen Euro Schlüsselzuweisungen vom Land, muss allerdings für die Kreis- und Schulumlage 3,08 Millionen Euro an den Landkreis abführen. „Diese Beträge sollten sich eigentlich die Waage halten“, sagt Schaub. Die 700.000 Euro Differenz seien für die Gemeinde ein großes Problem. Der Einkommensteueranteil steigt um 80.000 Euro auf 2,39 Millionen Euro. Allerdings steigen auch die Personalausgaben um 140.000 Euro auf 2,87 Millionen Euro. Knapp die Hälfte davon braucht die Gemeinde für die Kita-Mitarbeiterinnen.

Der Überschuss

„Wir bewegen uns von Dunkelgrün in Richtung Gelb. Unsere finanzielle Situation wird langsam bedenklich“, sagt Schaub. Die hessischen Kommunen müssen seit zwei Jahren nicht nur eine schwarze Null erreichen, sondern obendrein eine Reserve bereithalten, die noch nicht verplant ist. Die Höhe orientiert sich an den vergangenen Haushaltsjahren. Alheim müsste demnach mindestens einen Überschuss von 168.700 Euro (kumuliert aus allen Zahlungsflüssen aus Ergebnis- und Finanzhaushalt) erzielen, schafft aber nur 121.700. Die fehlenden 47.000 Euro würden in normalen Jahren einer Genehmigung des Haushalts im Wege stehen – wegen der Corona-Pandemie muss der Liquiditätspuffer dieses Jahr aber nicht erreicht werden.

Bürgermeister Lüdtke sagte, man habe es auch in diesem Jahr „mit großer Kraftanstrengung“ hinbekommen, den Haushaltsausgleich zu erreichen. Er bedankte sich bei der Verwaltung und verwies darauf, dass es nun das „Königsrecht der Gemeindevertretung sei“, über den Entwurf zu beraten und sinnvolle Änderungsanträge zu stellen.

Von Christopher Ziermann

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