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Notunterkünfte für Flüchtlinge in Bad Hersfeld und Obersuhl eingerichtet

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Von: Sebastian Schaffner

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50 Plätze für Menschen aus der Ukraine: Der DRK-Betreuungszug Rotenburg mit Ehrenamtlichen aus Weiterode, Obersuhl und Sontra sowie Helfer der Obersuhler Feuerwehr haben im Obersuhler Bürgerhaus eine Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge geschaffen. Am Dienstagnachmittag kam der erste Bus an.
50 Plätze für Menschen aus der Ukraine: Der DRK-Betreuungszug Rotenburg mit Ehrenamtlichen aus Weiterode, Obersuhl und Sontra sowie Helfer der Obersuhler Feuerwehr haben im Obersuhler Bürgerhaus eine Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge geschaffen. Am Dienstagnachmittag kam der erste Bus an. © Sebastian Schaffner

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgt dafür, dass immer mehr Menschen auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg Schutz suchen.

Hersfeld-Rotenburg – Inzwischen sind 900 Kriegsflüchtlinge aus dem osteuropäischen Land im Kreis gemeldet. Jetzt hat der Landkreis zwei Notunterkünfte mit Feldbetten in Bad Hersfeld und Wildeck mit 150 Plätzen geschaffen.

„Unser Ziel ist es, den Menschen unmittelbar und sofort zu helfen“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll. Die Räumlichkeiten im ehemaligen Jobcenter des Landkreises in Bad Hersfeld (100 Plätze) und im Bürgerhaus in Obersuhl (50) seien allerdings tatsächlich reine Notunterkünfte, die als kurze Zwischenstation dienen. „Sie bieten uns ein Zeitfenster, das wir brauchen, um die Flüchtlinge weiterzuvermitteln“, erklärt Frank Hildebrand, Leiter des Fachdienstes Migration und Asyl. So werden die mit dem Bus ankommenden Menschen in der Notunterkunft registriert, erstversorgt und können sich erst einmal ausruhen. Von dort sollen sie dann schnellstmöglich weitervermittelt werden.

Wie viele Ukrainer tatsächlich schon in Hersfeld-Rotenburg weilen, ist unklar

Der Landkreis habe eine Liste mit Wohnangeboten und stehe im persönlichen Kontakt mit den Vermietern, sagt Hildebrand. So seien im Vorfeld bereits alle Informationen mit potenziellen Gastfamilien abgesprochen, damit die Menschen aus der Ukraine schnell eine Bleibe bekommen. Bisher funktioniere dieser Ansatz gut.

Am Dienstagnachmittag ist der erste Bus mit 47 vom Land zugewiesenen Geflüchteten aus der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Gießen am Obersuhler Bürgerhaus angekommen. Im Vorfeld habe der Landkreis die Schutzsuchenden privat vermittelt, sagt Hildebrand. Nach der Ankunft seien die meisten deshalb direkt von ihren Gastfamilien abgeholt worden.

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Unterkünfte in Obersuhl und in Bad Hersfeld

Wie viele Ukrainer – meist Frauen, Kinder und ältere Männer – tatsächlich schon in Hersfeld-Rotenburg weilen, ist unklar. Die Tendenz sei aber weiterhin stark steigend, heißt es aus dem Landratsamt. „Bislang sind nahezu alle geflüchteten Personen aus der Ukraine hier im Kreis privat oder auf private Initiative untergekommen“, berichtet Frank Hildebrand. Doch auch bei noch größeren Zuweisungszahlen sei der Landkreis vorbereitet. Dann könnten kurzfristig weitere größere Notunterkünfte geschaffen werden.

Hildebrand: „Wir haben zwar eine recht große Liste mit Wohnangeboten, suchen aber dringend weiter nach Wohnungen.“ Kontakt: Tel. 0 66 21 /87 43 43, migration-asyl@hef-rof.de.
Mehr Infos im Internet: hef-rof.de/ukraine.

(Sebastian Schaffner)

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