Kreisausschuss genehmigt Aufstellung von 23 Kameras

Obersbergschulen werden bald per Video überwacht

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Wird bald Videoüberwacht: Das Schulzentrum auf dem Bad Hersfelder Obersberg.

Bad Hersfeld. Vor zwei Jahren gab es wegen der Videoüberwachung an Schulen einen politischen Skandal, nun sollen auch die Obersbergschulen in Bad Hersfeld entsprechend ausgestattet werden. Dem haben alle Seiten zugestimmt - auch die Datenschützer.

Am Mittwoch hat der Kreisausschuss die Videoüberwachung einstimmig auf den Weg gebracht. Insgesamt 23 Kameras sollen in ausgewählten Bereichen des Schulzentrums installiert werden, zu denen auch schulfremde Personen Zugang haben. Es geht um das Audimax und die Mensa, die Sporthallen und den Fahrradkeller. Die eigentlichen Schulgebäude sind ausgenommen.

Die Leitungen von Gesamtschule (GSO) und Modellschule (MSO) hatten die Überwachung beantragt, um Vandalismus und Diebstahl einzudämmen. Alle Schulgremien hätten zugestimmt, sagt MSO-Schulleiter Karsten Backhaus. Er erhofft sich eine abschreckende Wirkung, nachdem es immer wieder Sachbeschädigung und Diebstahl gegeben habe. Im Fahrradkeller sei sogar ein Bremskabel durchgeschnitten worden. Allerdings wurde das noch rechtzeitig bemerkt. „Wir mussten einfach handeln“, sagt Backhaus.

Eng abgestimmt sind die Pläne mit dem hessischen Datenschutzbeauftragten. Der hatte 2013 verlangt, dass Kameras an fünf anderen Schulen abgebaut wurden. Laut Landrat Dr. Michael Koch werden alle Anregungen der Datenschützer aufgenommen: „Es ist eine Entscheidung mit Augenmaß, aber auch mit klarem Ziel: Es geht um die Sicherheit unserer Schüler und darum, Verbrechen zu verhindern.“

Das bestätigt Michael Sobota, Referatsleiter beim Datenschutzbeauftragten, der vor Ort war: „Wir haben immer Bauchgrimmen bei Videoüberwachung, insbesondere an Schulen. Aber hier geht es um schweren Vandalismus und eine Gefahr für Leib und Leben, deshalb haben wir nach einer pragmatischen Lösung gesucht.

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