Obersuhler starteten mit Power-Show in die heiße Phase des Karnevals

Geballte Männerkraft: An improvisierten Reckstangen zeigten die „Sexy Bellies“, was in ihnen steckt. Natürlich mussten sie sich auch noch „ausziehen“…

Obersuhl. Mit einer vor allem in tänzerischer Hinsicht furiosen Power-Show eröffnete der Obersuhler Carneval-Verein die heiße Phase der Session.

Fast fünf Stunden lang gaben Fanfarenbläser, Balletttänzer aller Altersklassen, Büttenredner und viele weitere, glänzend aufgelegte Akteure ihr Bestes, um den zu einem großen Teil in originellen Kostümen gekommenen Zuschauern einen tollen Abend zu bereiten.

Das ging schon los mit Partykönig Stephan König, der kräftig einheizte und der nach der Begrüßung durch Sitzungspräsident Andreas Schneider in trauter Eintracht mit Fritz Landau das Obersuhler Carneval-Lied anstimmte: „Wo könnt’ es schöner sein?“

Angekündigt von der von Jens Schlosser und Martin Wagner abgeschossenen Konfettikanone zeigten Frederic Sauer und Nele Wagner als Funkenpärchen, Leonie Wagner als Funkenmariechen und die Mädchen des Kinderballetts, was sie draufhaben. Das Hofballett präsentierte den Narhallamarsch, und als „Entdeckung des Jahres“ stellte Lara Schröder unter Beweis, dass die Zukunft des OCV gesichert ist. Herzerfrischend und ohne jegliches Lampenfieber empörte sie sich als braves Mädchen, dass es immer nur heißt: „Du bist zu jung!“, und dass sie sich in der Schule mit „Popo-Wischtüchern“ die Schminke „abschrubben“ muss.

Obersuhler „Begebenheiten“ spießte Andreas Schneider auf. Sein Vorschlag zur Behebung der Hallenbad-Misere: „Wer noch Folien, Fliesen oder abschließbare Spinde übrig hat, sollte sich im Rathaus melden!“ Tanzglanzlichter setzten die jungen Damen des Jugendballetts und der „schniegelnagelneun“ Präsidentengarde - und die schon etwas älteren Chicas der Zumba-Gruppe, die das Trampolin für sich entdeckten.

In jeder Beziehung gekonnt trumpfte die OCV-Fanfarengruppe auf: Atemlos rockte sie durch die Nacht, bis das Trompetenecho einfach nicht mehr schneller zu spielen war. Ähnlich toll unterhielten die Sänger von „WSGS“, Armin Wetzstein als Lehrer, Tanja Brendemühl und Daniela Schneider als Triathletinnen sowie die fantastischen Breakdancer Mario Gulich und Dominique Rößler. Das „Trio St®ammtisch“ gab die gewöhnungsbedürftige, aber höchst amüsante „Abendtoilette im Seniorenheim“ zum Besten, ehe das wunderschön gewandete Hofballett das Publikum in den Dschungel entführte. Absoluter Höhepunkt war das zehn Jahre junge, von Corinna Schneider trainierte Männerballett „Sexy Bellies“, das in Bauarbeiter-Outfit daherkam und alle Register zog. Natürlich mussten sich die zehn Kraftprotze „ausziehen“, und natürlich galt die Schlusshymne im großen Finale auch ihnen: „Ein Hoch auf uns!"

Von Wilfried Apel

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