Nur wenige Kunden zahlen freiwillig einen Zuschlag

Ökostrom ist im Kreis kaum gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Die Nachfrage nach Ökostrom im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hält sich in engen Grenzen. Das hat eine Nachfrage bei Energieversorgern im Kreis ergeben.

Einen Tarif mit Öko-Zuschlag bieten die Stadtwerke Bad Hersfeld an. 5,2 Cent brutto mehr bezahlt der Kunde dann pro Kilowattstunde, erläutert Georg Schüler vom Vertrieb der Stadtwerke. „Das Geld wird für den Auf- und Ausbau von Wasserkraftwerken und Blockheizkraftwerken verwendet“, sagt er, schränkt aber bedauernd ein: „Leider ist das Konstrukt nicht so beliebt. Bei steigenden Energiepreisen wollen die Kunden wahrscheinlich nicht noch einen Zuschlag zahlen.“ Der Strom, den die Stadtwerke verkaufen, wird übrigens zu fast einem Drittel aus erneuerbarer Energie gewonnen - das ist mehr als im Bundesdurchschnitt, betont Schüler.

Keinen eigenen Ökotarif bieten die Stadtwerke Bebra an. „Wenn die Nachfrage größer wäre, könnten wir das aber über Nacht einrichten“, betont Geschäftsführer Herbert Höttl. „Für Kunden, die einen solchen Tarif möchten, richten wir das in Absprache mit der E.ON ein.“

Bei der E.ON Mitte Vertrieb GmbH in Kassel gibt es seit 2001 den ÖkoCent-Tarif. Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahlt der Kunde pro Monat 13 Euro mehr, rechnet E.ON-Pressesprecher René Schneider vor.

Einstelliger Prozentbereich

Doch auch hier liegt die Nachfrage laut Schneider nur im einstelligen Prozentbereich. „Die Mehreinnahmen von fünf Cent pro Kilowattstunden werden für die Installation neuer regenerativer Anlagen in der Region verwendet“, sagt Schneider. Der Ökostrom, den die E.ON ins Netz einspeist, stammt aus einem Wasserkraftwerk im Westerwald.

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