Offizieller Auftakt für den Werra-Ulster-Weser-Fonds

Landkreise rücken im Kali-Revier an der Werra noch enger zusammen

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Offizieller Auftakt für den Werra-Ulster-Weser-Fonds in Vacha mit Bürgermeister Martin Möller, Ralf Orth, André Stenda, Silvia Hartung und den Landräten Dr. Michael Koch und Reinhard Krebs auf dem Marktplatz.

Vacha. Der Wartburgkreis und der Kreis Hersfeld-Rotenburg wollen in der Kali-Region an der Werra künftig noch enger zusammenarbeiten.

Unterstützt werden sie dabei durch Fördergeld in Höhe von einer Million Euro aus dem sogenannten Werra-Ulster-Weser-Fonds, den der Bund zur Förderung von Projekten zum Nachteilsausgleich durch den jahrzehntelangen Kali-Bergbau aufgelegt hat. 

Als „Initialzündung für die ganze Region“ bezeichnete der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs (CDU) das Vorhaben, betonte aber ausdrücklich, das Projekt sei „keine Vorbereitung auf den Abschied vom Kali-Bergbau“. Der Bergbau verbinde aber die ganze Region. 

Der Landrat von Hersfeld-Rotenburg Dr. Michael Koch (CDU) unterstrich, dass er die Kali-Industrie für viele Jahre als gesichert ansehe. Gleichwohl gelte es, die Zusammenarbeit der Region gemeinsam und parteiübergreifend zu gestalten. „Das Denken darf nicht an der Kreisgrenze aufhören“, mahnte Koch.

An der Zeremonie im historischen Rathaus von Vacha nahmen neben Hausherr Bürgermeister Martin Möller, auch die Bürgermeisterin von Gerstungen Sylvia Hartung und ihre Amtskollegen Ralf Orth (Philippsthal) und André Stenda (Hohenroda) sowie der Werksleiter von K+S im Werratal, Martin Ebeling, teil. 

Bürgermeisterin Hartung wertete den gemeinsamen Zukunftsfonds für die ganze Region als wichtiges politisches Zeichnen nach eine langen Gegnerschaft der Werra-Anrainer-Kommunen. Ihre Gemeinde hatte gegen K+S wegen der Werra-Versalzung geklagt. Sie erwarte allerdings auch von K+S und dem Bund, dass der Strukturfonds noch weiter aufgestockt werde. 

Orth und Stenda mahnten weitere Unterstützung für die Region an. Stenda erinnerte an die noch ausstehende wichtige Genehmigung für die Haldenerweiterung. Orth plädierte dafür, den Fonds zu nutzen, den Übergang im Kali-Revier zu gestalten.

Den beiden Landkreise stehen jeweils 500.000 Euro aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds des Bundesumweltministeriums zur Verfügung. Mit dem Geld werden Projekte im Kali-Revier gefördert, die Nachteile aus dem jahrzehntelangen Bergbau ausgleichen sollen. Unterstützt werden Vorhaben im Bereich Arbeit, Wirtschaft, Bildung, Jugend, Kultur, Umwelt, Freizeit oder Ehrenamt. 

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein Auswahlgremium, das mit den Landräten, Bürgermeistern und regionalen Interessenvertretern besetzt ist. In Thüringen liegen bereits 30 Bewerbungen vor. 

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.werra-ulster-weser-fond.de

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