733 Briefe an Jugendliche

Ole Jaekel ist der neue Jugendarbeiter für Bebra, Ronshausen und Cornberg

Jugendarbeiter Ole Jaekel.
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Jugendarbeiter Ole Jaekel will Ansprechpartner für die Wünsche und Probleme der Jugendlichen sein.

Jugendliche ermutigen, eigene Projekte zu starten und ihre Meinung zu äußern – das ist das größte Anliegen von Jugendarbeiter Ole Jaekel. Er ist seit knapp einem Jahr beim Evangelischen Kirchenkreis für die Jugendarbeit in Bebra, Cornberg und Ronshausen zuständig.

Bebra/Cornberg/Ronshausen - Anfang Juni wird Ole Jaeckel in sein Amt eingeführt. Das musste aufgrund der Pandemie warten. Einen Unterschied für seine Arbeit als Jugendarbeiter mache das aber nicht. „Ich möchte den Jugendlichen eine Stimme geben. Deshalb versuche ich mit ihnen zusammen ihre Ideen umzusetzen“, sagt der 22-Jährige.

Als er im Juli vergangenen Jahres seine Arbeit in Bebra begann, schrieb er deshalb 733 Briefe an Jugendliche in Bebra, Cornberg und Ronshausen und lud zu Erlebnistagen ein. Gemeinsam wurde besprochen, was den Jugendlichen wichtig ist und welche Projekte sie verwirklichen möchten. Daraus entwickelten sich ein offenes Treffen und ein Jugendparlament. Dort sollen unter anderem Veranstaltungen und Ausflüge geplant werden, falls die Inzidenz weiter niedrig bleibt. „Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen Verantwortung für ihren eigenen Bildungsprozess übernehmen“, sagt Ole Jaekel. Darum geht es auch in seinem Kompetenztraining für Jugendliche „Start up“. Dabei können die Jugendlichen die Ausbildung zum Gruppenleiter für Jugendarbeit (Juleica) machen. Methoden der Jugendarbeit, das Leiten von Gruppen und der Umgang mit Konflikten sind einige der Themen des Trainings.

Vor allem soll es darum gehen, dass die Jugendlichen aktiv werden und Ideen umsetzen, sagt Ole Jaekel. Das habe er in seiner Zeit als Ehrenamtlicher in der Evangelischen Jugend in seiner Heimat Wittingen in Niedersachsen selbst erlebt. Dort war er seit seiner Konfirmation tätig und im Vorstand des Kirchenkreises. „Für mich war die Jugendarbeit und der Glaube immer Teil meines Lebens“, sagt der 22-Jährige. Dabei gehe es ihm weniger um die Institution Kirche, sondern um den Glauben. „Der Missionar vom Dienst“ sei er aber keineswegs, sondern ein Ansprechpartner für Sorgen und Wünsche der Jugendlichen. So war es für den gebürtigen Wittinger keine allzu schwierige Frage, welchen Beruf er nach seinem Realschulabschluss im Jahr 2015 ergreifen wollte. Nach der Ausbildung zum Sozialassistenten und Erzieher in Celle begann er eine Ausbildung zum evangelischen Diakon an der Hephata-Akademie für soziale Berufe in Treysa. Somit war auch der Weg nach Bebra nicht mehr weit. „Ich bin sehr zufrieden in Bebra. Ich kann hier mit den Jugendlichen zusammen arbeiten und muss nicht nur am Schreibtisch sitzen“, erzählt er und lacht. Stillsitzen falle ihm schwer. Deshalb ist er gern in der Natur unterwegs, geht surfen, wandern, klettern und ist bei den Pfadfindern aktiv. Sollte sowas bald wieder in größeren Gruppen möglich sein, möchte Ole Jaekel auch mit den Jugendlichen wieder neue Projekte starten.

Ob es die Renovierung der Jugendwohnung im Bebraer Gemeindehaus ist oder ein Ausflug in den französischen Ort Taizé – dort treffen sich jedes Jahr Jugendliche verschiedener Konfessionen – Ole Jaekel ist für alles offen. „Es geht hier um die Gemeinschaft. Ob evangelisch, muslimisch oder atheistisch, jeder ist willkommen.“

Kontakt: Ole Jaekel ist per E-Mail unter jugendarbeit.bebra@ekkw.de erreichbar.

Von Natascha Terjung

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