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Ordnung ist ihre Passion: Kyra Gendascheck ist neue MGH-Koordinatorin in Haunetal

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Kyra Gendascheck ist die neue MGH-Koordinatorin in Haunetal und bringt nicht nur das Theroriewissen, sondern auch eine Menge bunter Ideen mit.
Sie ist immer auf der Suche nach kreativen Ideen: Kyra Gendascheck ist die neue MGH-Koordinatorin in Haunetal und bringt nicht nur das Theroriewissen, sondern auch eine Menge bunter Ideen mit. © Kim Hornickel

Die 22-jährige Kyra Gendascheck leitet seit Kurzem das Mehrgenerationenhaus in Haunetal im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Haunetal – Vor ihr auf der Fensterbank steht eine getrocknete Rose aus einem Glückwunsch-Strauß zum Einstand, hinter ihr hängt ein großes buntes Plakat an der Wand. „Das haben mir die Kinder einer Grundschule gebastelt, in der ich mal gearbeitet habe“, erzählt Kyra Gendascheck, die seit Kurzem das Mehrgenerationenhaus in Haunetal leitet.

Die Koordinatorin ist seit dem 1. Juli für die Begegnungsstätte zuständig. „Vorher hatte ich eine halbe Stelle und habe mit meiner Vorgängerin, Martina Allmeroth-Akien, gearbeitet“, sagt Gendascheck. Sechs Jahre lang hatte Allmeroth-Akien, die nach Rotenburg gewechselt ist, das MGH geleitet, jetzt übernimmt die 22-Jährige den Job. Gendascheck ist gut gewappnet für ihre neuen Aufgaben. Während ihres Studiums der Sozialen Arbeit in Fulda lernte sie, wie und wo Fördermittel zu beantragen sind. Finanzen sind für die gebürtige Hauneckerin kein Problem. „Viele denken, in der Sozialen Arbeit spielst du den ganzen Tag mit Kindern, das ist absolut nicht so“, sagt die 22-Jährige ernst.

Stattdessen ist die neue MGH-Koordinatorin gut ausgebucht und viel unterwegs. Sie kümmert sich um die Organisation der Projekte, wie die Wirbelsäulengymnastik-Gruppe, die Organisation des Bürgerbuses, oder sie berät Menschen die Hilfe bei der Erziehung oder Seniorenpflege suchen. „Der Drücker ist immer drin, wenn ich hier bin“, sagt Gendascheck.

Trotz aller Betriebsamkeit im MGH: „Die Menschen gehen vor.“ Dabei sieht sich die 22-Jährige als niedrigschwellige Anlaufstelle, um Ratsuchende an die richtigen Stellen zu verweisen. „Und wenn sie kein Anliegen haben, und sich nur etwas von der Seele reden möchten, dann ist es auch gut“, sagt sie und lächelt.

Und im MGH in Rhina herrsche fast immer Betriebsamkeit. Das sei aber nicht immer so gewesen, sagt die 22-Jährige. „Am Anfang waren die Leute eher zurückhaltend, mich kannte ja noch keiner.“ Das änderte sich schnell. Hilfsangebote flogen der neuen MGH-Koordinatorin, die bei jedem Gast ein einladendes Lächeln aufsetzt, schnell zu. „Die Leute hier haben mir gezeigt: Du bist nicht allein, das ist wirklich toll“, sagt Gendascheck. Ehrenamtliche Helfer, Nachbarn, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, alle hätten ihr Hilfe angeboten. Auch Vor-Vorgängerin Ellen Bittorf bot ihre Expertise an. „Ein Nachbar des MGH hat gleich zu mir gesagt: Du brauchst jemanden, der Leute kennt“, sagt Gendaschek, für die die Arbeit im MGH Neuland ist.

„Das Konzept kannte ich schon vorher, aber vor meiner Stelle hier war ich noch nie in einem Mehrgenerationenhaus“, sagt Gendascheck.

„Aber der Ansatz passt, ich liebe Organisation und Struktur“, sagt die Koordinatorin. Auf ihrem Plan für dieses Jahr stand unter anderem das Programm „kids on bikes“. Als Gendascheck von ihrem Herzensprojekt erzählt, leuchten ihre Augen. Für die Aktion hatte die 22-Jährige Fahrradgeschäfte und Organisatoren von Mountainbike-Trails mit ins Boot geholt. Auf der Strecke „Down-Haun-Trail“ im Haunetal flitzten in der letzten Sommerferienwoche fünf Kinder über die hügeligen Wege. „Zwei Tage Coaching vom Erste-Hilfe-Kurs über Bike-Reparaturen bis zu Tricks auf der Strecke – wir haben alles ausprobiert“, sagt sie und freut sich.

Privat ist Kyra Gendascheck allerdings nicht auf dem Mountainbike unterwegs. In ihrer Freizeit ist die 22-Jährige in ihrem Zuhause in Niederaula lieber kreativ. „Ich sticke gerne auf Stoffreste, Taschen oder Leinwände“, erzählt sie. Beim Werkeln, Basteln und Dekorieren sammelt Gendascheck auch immer wieder Ideen für ihre Arbeit im Mehrgenerationenhaus. „Die kreativen Ideen zuhause funktionieren ja auch beim Arbeiten mit den Kindern“, sagt die 22-Jährige. Ihre Gedanken schreibt Gendascheck dann auch gleich auf. Jede Minute nutzen, nach diesem Prinzip läuft auch der Arbeitsalltag der 22-Jährigen.

„Zum ‘Offenen Treff’ (1. und 3. Dienstag im Monat extra mit Kaffee und Kuchen) nehme ich auch mal meinen Laptop mit und nutze die Zeit, wenn ich zum Beispiel auf Leute warte, um Büroarbeit zu erledigen“, sagt Gendascheck. Für die 22-Jährige passt in Haunetal alles, beruflich und privat. „Ich war schon immer heimatverbunden und wollte etwas in die Region zurückgeben, aus der ich komme.“ (Kim Hornickel )

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