Ortsbeirat und Stadt einig über Schulstraßen-Bäume

Lispenhausen. Am Ende stand das Einvernehmen zwischen Ortsbeirat Lispenhausen und Stadtverwaltung Rotenburg. Zehn Bäume, die in Pflanzinseln der Schulstraße stehen, werden gefällt beziehungsweise umgesetzt.

Die Pflanzinseln selbst sollen pflegeleicht gestaltet werden. Betroffen sind die Bäume an der in Richtung Bebra weisenden Seite.

Die Bäume müssen weichen, weil sich unter ihnen Gasleitungen befinden, die durch das Wurzelwerk beschädigt werden könnten. Der Eon-Nachfolger Energie Netz Mitte wird Ausgleichspflanzungen finanzieren - wir berichteten.

Ein noch junger, bereits nachgepflanzter Baum wird umgesetzt in die Pflanzinsel direkt vor der Grundschule, die derzeit leer ist. Versucht wird außerdem, drei bis vier weitere Bäume an den Weg zur Friedhofskapelle umzusetzen, schlug Umweltberater Heinrich Wacker vor. Außerdem sollen als Ausgleich großkronige Bäume am Fuldaradweg in Höhe der „Baggerlöcher“ gesetzt werden.

Stauden auf Steinen

Günter Moritz vom Bauhof erläuterte, wie die Pflanzinseln an der kompletten Straße künftig aussehen sollen: Geplant sind Steinbeete, die von einem Vlies unterlegt werden sollen. Die Beete werden mit Stauden bepflanzt. Der Pflegeaufwand sei sehr gering, sagte Moritz.

Zwei Ausnahmen wird es allerdings geben: Die Insel vor dem Haus der Familie Pfau und die vor dem Friseurgeschäft von Natalie Reuchsel bleiben weitgehend unangetastet - einfach, weil sie liebevoll-aufwendig gestaltet sind und gepflegt werden von Reuchsel und Dieter Pfau. Der Baum vor dem Friseurgeschäft wird lediglich abgesägt, damit die intakte Bepflanzung nicht beschädigt wird.

Die Stadtverwaltung war mit großer Besetzung zum Ortsbeirat gereist: Neben Heinrich Wacker und Günter Moritz nahmen auch Christian Offer vom Bauamt und Bürgermeister Christian Grunwald an der Sitzung teil. Es galt auch, ein Missverständnis auszuräumen. Ortsvorsteher Jörg Schlüter hatte die Transparenz bei den Plänen zur Baumfällaktion vermisst. Dass es in einem Schreiben an ihn hieß, die Bäume sollen bis Mitte Februar fallen, hatte ihn überrascht, weil er davon ausgegangen war, noch Informationen im Ortsbeirat zu bekommen. Es stellte sich heraus, dass das Schreiben an Schlüter bereits im November verfasst worden war. Bevor es verschickt wurde, mussten noch finanzielle Fragen geklärt werden. Das Schreiben wurde dann nicht aktualisiert, erklärte Heinrich Wacker. Schlüter wies darauf hin, dass er frühzeitig über das Dorf betreffende Entwicklungen informiert werden möchte.

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