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Pächter für Schloss Neuenstein gesucht: Personalmangel macht Tagungsbetrieb schwierig

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Von: Christine Zacharias

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Das idyllisch gelegene Schloss Neuenstein ist ein beliebter Ort für Hochzeiten, Familien- und Firmenfeste, für Tagungen, Märkte und Veranstaltungen aller Art. Wegen Personalproblemen denkt die Gemeinde Neuenstein jetzt über eine neue Organisationsform nach.
Das idyllisch gelegene Schloss Neuenstein ist ein beliebter Ort für Hochzeiten, Familien- und Firmenfeste, für Tagungen, Märkte und Veranstaltungen aller Art. Wegen Personalproblemen denkt die Gemeinde Neuenstein jetzt über eine neue Organisationsform nach. © Christine Zacharias

Für die Bewirtschaftung des Schlosses Neuenstein fehlt Personal. Deshalb sucht die Gemeinde jetzt nach einem Pächter für die Anlage.

Neuenstein – Auf Schloss Neuenstein lässt sich gut feiern. Auch für Tagungen ist das historische, modern ausgestattete Gebäude gefragt. Zurzeit gibt es bei der Bewirtschaftung des Schlosses aber ein weit verbreitetes Problem: Es fehlt an Personal.

Dieses Problem habe sich schon vor der Pandemie abgezeichnet, erklärt Bürgermeister Roland Urstadt. Schon da habe man, trotz eines relativ großen Personalpools, nicht mehr für alle Veranstaltungen eigenes Personal stellen können und habe auf eine Zeitarbeitsfirma aus Kassel zurückgreifen müssen.

Nachdem in den Jahren 2020 und 2021 keine beziehungsweise relativ wenige Veranstaltungen stattgefunden hätten, hätten sich die Servicekräfte anders orientiert. In diesem Jahr sei das Schloss dann praktisch jedes Wochenende ausgebucht gewesen, berichtet Urstadt. Es sei aber nicht gelungen, entsprechend Personal zu gewinnen, weder für den Service noch für das Büro. Dass dann auch noch der Hausmeister, der sich neben vielen anderen Dingen auch darum gekümmert habe, Stühle und Tische aufzustellen, langfristig erkrankt sei, habe die Situation nicht besser gemacht, räumt Urstadt ein.

Dass es überhaupt funktioniert habe, habe im Wesentlichen am Engagement des Ehepaars Heußner gelegen. Zurzeit fänden nur noch einige Tagungen unter der Woche und Privatveranstaltungen in sehr eingeschränktem Umfang statt.

Die Schloss-GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Gemeinde, habe deshalb nun beschlossen, einen Pächter für das Schloss zu suchen. Der wäre dann sowohl für die Organisation und die Buchungen als auch für Speisen und Getränke zuständig. Bisher konnten die Nutzer des Schlosses eigene Caterer wählen.

Die Gemeinde habe bereits Gespräche mit mehreren Interessenten geführt, sagt Roland Urstadt: „Ich bin guter Hoffnung, dass wir noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen und im Frühjahr auch wieder mit Familienfeiern starten können.“ Die Interessenten, die das Schlossareal besichtigt hätten, seien alle sehr begeistert gewesen und hätten gleich Ideen für weitere Angebote gehabt, sagt Urstadt. So könne zum Beispiel der Biergarten im Schlossinnenhof für die Allgemeinheit genutzt oder das sonntägliche Kaffeeangebot wiederbelebt werden. Das sei sicher auch für Wanderer auf dem neu angelegten „Raboldshäuser Ritterweg“ ein interessantes Angebot.

Seit dem 1. Oktober gibt es auch wieder einen Hausmeister auf dem Schloss, berichtet der Bürgermeister. Dass der gelernter Gärtner ist, kommt sicher auch dem Rosengarten zugute, der mit seinen vielen verschiedenen Rosenstöcken doch einiger Pflege bedarf. (Christine Zacharias)

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