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Parlament ebnet den Weg für neues ACO-Werk in Friedewald

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Der Bauplatz: Das neue Werk soll zwischen Erdwall (vorne), Autobahnzubringer (rechts)
Der Bauplatz: Das neue Werk soll zwischen Erdwall (vorne), Autobahnzubringer (rechts) © Jan-Christoph Eisenberg

Die Friedewalder Gemeindevertretung hat die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung des Haustechnik-Herstellers ACO Passavant geschaffen.

Friedewald – In ihrer Jahresabschlusssitzung am Mittwochabend hat die Friedewalder Gemeindevertretung im Nebenraum der Festhalle die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung des Haustechnik-Herstellers ACO Passavant geschaffen.

Das Unternehmen mit Hauptsitz und Edelstahlfertigung in Philippsthal möchte die bislang in Stadtlengsfeld im Wartburgkreis angesiedelte Kunststofffertigung in die Dreienberggemeinde verlagern und dazu auf dem rund 22 Hektar großen Areal westlich des Autobahnzubringers ein neues Werk mit Verwaltungs-, Logistik- und Produktionsanlagen errichten (die HZ berichtete).

Die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung eines Bebauungsplans schlossen die Gemeindevertreter nun ab, indem sie jeweils einstimmig die während der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen der sogenannten Träger öffentlicher Belange wie Behörden und Infrastrukturbetreiber abwogen und die finalen Satzungsbeschlüsse fassten. Der geänderte Flächennutzungsplan wird jetzt dem Regierungspräsidium Kassel zur Genehmigung vorgelegt.

Bernd Iffland (SPD) bezeichnete die Ansiedlung des Unternehmens mit zahlreichen qualifizierten Arbeitsplätzen in unterschiedlichen Bereichen als „großen Meilenstein für Friedewald. Mit dem Abschluss der Bauleitplanung werde bisheriges Ackerland auf Gewerbegebietsniveau aufgewertet, was auch den Eigentümern der Grundstücke zugutekomme. Dem pflichtete Uwe Hoche (Offene Liste) bei, der die Hoffnung äußerte, dass in Sichtweite der Autobahn in absehbarer Zeit Bagger rollen und Kräne sich drehen.

Erreicht sei dieses Ziel noch nicht, erklärte der Bernd Stahl (SPD) in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Julian Kempka (SPD) – „aber wir tun alles dafür, damit das gelingt“, unterstrich der Erste Beigeordnete.

Baulücke schließen

Mit einem ebenfalls einstimmigen Aufstellungsbeschluss hat die Gemeindevertretung ein Bauleitverfahren für das Gebiet „Über‘n Baumgarten“ angestoßen. Der Bebauungsplan soll die Errichtung eines Einfamilienhauses im Bungalowstil mit Garage auf dem unbebauten Teil eines Grundstücks ermöglichen. Die Fläche gilt bislang planungsrechtlich als Außenbereich. Sowohl der Erste Beigeordnete Bernd Stahl als auch Michael Joppich (OL) betonten, dass mit dem geplanten Gebäude eine Baulücke am Ortsrand geschlossen werde.

Regelwerk angepasst

Einmütig zugestimmt haben die Gemeindevertreter redaktionellen Änderungen der Geschäftsordnung für die Gemeindevertretung und die Ausschüsse. Damit werde das Regelwerk, das zuletzt im Jahr 2008 geändert worden war, den aktuellen gesetzlichen Vorgaben angepasst, hatte die Parlamentsvorsitzende Birgit Licht vor der Abstimmung erklärt.

Wasser-Studie

Der Wasserbeschaffungsverband Ostteil Kreis Hersfeld-Rotenburg, dem Friedewald, Philippsthal und Heringen angehören, lässt im einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob er künftig über seine Verbindungsleitung überschüssiges Wasser vom Herrmannshof beziehen und ins Netz einspeisen kann. Darüber informierte Dietmar Thoms (SPD) als Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung die Friedewalder Gemeindevertreter. Der Herrmannshof zwischen Sorga und Malkomes gehört als Exklave zur Gemeinde Friedewald. (Jan-Christoph Eisenberg)

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