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Logistiker Pfenning baut Unterkunft für Ludwigsauer Feuerwehr

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Ungefähr hier soll der Neubau des Feuerwehrgerätehaus entstehen: Unser
Ungefähr hier soll der Neubau des Feuerwehrgerätehaus entstehen: Unser zeigt das Gewerbegebiet mit Blick in Richtung B 27 westlich von Blankenheim sowie weiter rechts in Richtung Breitenbach. © Wilfried Apel

Die Firma Pfenning Logistics, die zurzeit ein großes Kühlverteilzentrum im Gewerbegebiet erreichtet, baut auch gleich ein neues Feuerwehrhaus für die Gemeinde mit.

Ludwigsau – Mit einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk erfreut sich die Gemeinde Ludwigsau in diesem Jahr selbst: Auf der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend wurde bekannt gegeben, dass die Firma Pfenning Logistics, die zurzeit ein großes Kühlverteilzentrum im Gewerbegebiet erreichtet, im Zuge der Bauarbeiten auch gleich ein neues Feuerwehrhaus für die Gemeinde „mitbaut“.

Bereits im kommenden Jahr und für einen Preis von vergleichsweise geringen etwa drei Millionen Euro soll das neue Domizil der zur Löschgruppe 1 zusammengelegten Einsatzabteilungen von Mecklar und Meckbach bezugsfertig sein. „Das ist eine einmalige Gelegenheit für unsere Gemeinde und für unsere Feuerwehr“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Patrick Kuhn, der es sich nicht nehmen ließ, diese gute Nachricht selbst zu verkünden und sich daher von Frank Sandrock als Vorsitzender vertreten ließ.

Die Notwenigkeit eines Neubaus für die Löschgruppe unterstreicht auch Bürgermeister Wilfried Hagemann. „Die Synergien sind deutlich, das wollen wir nicht ungenutzt lassen“, sagt er mit Blick auf die Kooperation mit Pfenning. Aufgrund der vorliegenden Angebote der Generalunternehmen lägen die Baukosten bei zwischen 2,75 und drei Millionen Euro. „Das Angebot der Firma Pfenning sieht einen Mietkauf über 30 Jahre Laufzeit vor, wobei die Gemeinde nach 15, 20 oder 25 Jahren die Option zu Rückkauf erhalten wird. Dieses Rückkaufrecht wird zu dem dann jeweils bestehenden Restbuchwert eingeräumt, da dieser Betrag langfristig planbar ist“, erklärt Hagemann gegenüber unserer Zeitung.

Am Rande des Gewerbegebiets soll dann ein Neubau mit vier Fahrzeugstellplätzen und den entsprechenden Räumlichkeiten für die Kameraden entstehen. „Die Lage der neuen Feuerwache ist sinnvoll gewählt, sie ist gut erreichbar“, sage Patrick Kuhn. Das Gebäude werde schlüsselfertig übergeben. Als Mieter müsse die Gemeinde dann allerdings noch für die Ausstattung, also für Küche, Spinde, Schränke und Möbel sorgen.

Die Alternative, ein neues Feuerwehrhaus in Eigenregie zu bauen, hätte fünf bis sieben Jahre gedauert und wäre auch sehr viel teurer geworden, sagte Kuhn in der Sitzung.

Das bisherige Feuerwehrhaus der Löschgruppe soll künftig für den Bauhof der Gemeinde genutzt werden, der auch aus allen Nähten platzt. „Auch das spart uns einen siebenstelligen Betrag“, sagte Kuhn. Diese finanziellen Spielräume ließen sich dann anderweitig nutzen, denn auch in anderen Ortsteilen seien Investitionen, nicht nur für die Feuerwehr, notwendig.

Ohne weitere Aussprache wurde dann im Beisein der fast vollständig angetretenen Löschgruppe der entsprechende Beschlussvorschlag von den Gemeindevertretern einstimmig angenommen.

Ein solches Weihnachtsgeschenk kann man ja auch einfach nicht ablehnen.

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