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Philippsthal fährt zweigleisig bei der Modernisierung des Sportbads

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Soll saniert werden: Für das Philippsthaler Sportbad hofft die Gemeinde auf Geld vom Bund.
Soll saniert werden: Für das Philippsthaler Sportbad hofft die Gemeinde auf Geld vom Bund. © Jan-Christoph Eisenberg

Für die geplante Modernisierung des Sportbades versucht die Marktgemeinde Philippsthal, ihre Chancen auf finanzielle Unterstützung zu erhöhen.

Philippsthal - Nachdem das Gemeindeparlament im Februar bereits einen Antrag auf die Aufnahme in das Förderprogramm SWIM des Landes Hessen auf den Weg gebracht hatte, votierten die Mandatsträger am Montagabend in der Kreuzberghalle einstimmig dafür, das Projekt zusätzlich auch für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ anzumelden. Auf diesen Fördertopf setzt auch die Kreisstadt Bad Hersfeld für den möglichen Bau eines Ganzjahresbades (unsere Zeitung berichtete).

Das „zweigleisige“ Vorgehen begründete Bürgermeister Timo Heusner damit, dass kein Rechtsanspruch auf Förderung bestehe und die Zusagen für das Landesprogramm erst im kommenden Frühjahr erteilt werden. Die Antragsfrist für das Bundesprogramm endet am 30. September. Bei einem positiven Bescheid würde die Förderquote 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen, der Bundesanteil soll in der Regel zwischen einer und sechs Millionen Euro liegen. Im Landesprogramm SWIM läge die Förderquote voraussichtlich bei 30 Prozent. Im Philippsthaler Sportbad sollen das Umkleide- und Technik-Gebäude renoviert und mit einem neuen Dach versehen, die Heiztechnik, erneuert und die Becken mit einer Spezialfolie ausgekleidet werden. Eine Kostenkalkulation aus dem vergangenen Frühjahr lag bei knapp 1,4 Millionen Euro. Angestrebter Baubeginn ist Herbst 2023.

Wasserwandern

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Mandatsträger, alle Kanu-Anlegestellen im Gemeindegebiet auf Sanierungsbedarf zu überprüfen und die Ergebnisse dem Parlament erneut zur Beschlussfassung vorzulegen.

Auf die Tagesordnung gebracht hatte das Thema die CDU-Fraktion mit dem Antrag, 25 000 Euro für die Erneuerung des Anlegers am Wehr in Philippsthal bereitzustellen. Nachdem der Wartburgkreis in den vergangenen Jahren massiv in die Infrastruktur fürs Wasserwandern investiert habe, gebe es auf der gesamten Strecke zwischen Meiningen und Hann. Münden nur eine derart desolate Stelle, an der das Umsetzen der Boote äußerst beschwerlich und der Flusslauf zudem durch Treibholz, Inseln und Steine blockiert sei, beklagte Carsten Wiegand für die Christdemokraten.

Das wollte Matthias Müller (SPD) so allerdings nicht stehen lassen: Von eigenen Touren auf dem Fluss wisse er, dass es Hindernisse auch anderenorts gebe und zumindest die Kanu-Rutsche an der Philippsthaler Staustufe funktionstüchtig sei. Beim Ein- und Ausstieg sah der Fraktionschef der Sozialdemokraten jedoch ebenfalls Handlungsbedarf, monierte allerdings, dass im CDU-Antrag der Kanu-Anleger am Wehr zwischen Heimboldshausen und Harnrode nicht bedacht worden sei.

In einer von Bürgermeister Timo Heusner angeregten Sitzungspause verständigten sich die Fraktionen schließlich auf eine gemeinsame Formulierung, die dann auch die einhellige Zustimmung fand.

Sanierungs-Liste

Auf Antrag der CDU beauftragte das Parlament den Gemeindevorstand zudem einstimmig damit, einen Straßensanierungsplan für die kommenden fünf Jahre zu erstellen.

Ziel ist laut Fraktionschefin Ulrike Wenig, die Mandatsträger vor der Aufstellung des nächsten Haushalts sowie der Investitionspläne für die kommenden Jahre über den anstehenden Investitionsbedarf zu informieren. (Jan-Christoph Eisenberg)

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