1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Pläne zur Umgestaltung von Ronshäuser Bushaltestellen vorgestellt

Erstellt:

Von: Thomas Klemm

Kommentare

So ähnlich könnte die neue Bushaltestelle Bürgermeisteramt aussehen, wenn es nach den Planern aus Kassel geht.
So ähnlich könnte die neue Bushaltestelle Bürgermeisteramt aussehen, wenn es nach den Planern aus Kassel geht. © Klemm, Thomas

Zwei der sieben Bushaltestellen in Ronshausen mit je zwei Haltesteigen und der Haltepunkt in Machtlos sollen umgebaut und barrierefrei gestaltet werden. Die Planungen dazu laufen. Die Gemeindevertreter wurden in ihrer jüngsten Parlamentssitzung damit vertraut gemacht.

Ronshausen – Per Teams-Videokonferenz waren dazu der Geschäftsführer Dipl. Ing. Georg Grodde und der Projektleiter Bastian Bielefeld vom Unternehmen „Hesse und Partner - Beratende Ingenieure PartmbB“ aus Kassel in den Sitzungssaal des Hauses des Gastes zugeschaltet. Die beiden Experten erläuterten ausführlich die Pläne zur „Auffrischung“ der drei Haltestellen Bürgermeisteramt, Parkanlage und Machtlos. Die Gemeindevertreter bekamen damit nach den Vertretern des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) und von Hessen Mobil Einblick in die Planungen.

Auf einer Länge von zwölf bis achtzehn Metern soll ein sogenannter Kasseler Sonderbord Plus dafür sorgen, dass Rollstuhlfahrern, anderen Gehbehinderten sowie blinden Menschen der Ein- und Ausstieg in und aus dem Bus stufenlos, also barrierefrei gelingt. An den Haltestellen werden außerdem zahlreiche Details wie die taktilen Elemente zur besseren Orientierung für Blinde Platz finden, genauso wie die Errichtung von Wartehallen, Fahrradabstellanlagen, Beleuchtungselementen, Schließfächern sowie Ladestationen für E-Bikes.

Der Haltestellenbereich Bürgermeisteramt an der Kasseler Straße Richtung Hönebach soll auf die gegenüberliegende Seite der Haltestelle Richtung Bebra verlegt werden, weil er bisher im Kurvenbereich liege, erläuterte Projektleiter Bielefeld. Hier soll außerdem eine Fußgängerampel mit taktilen Elementen entstehen. In Machtlos bleibt das Wartehäuschen in seiner jetzigen Form erhalten. Lediglich die Wartefläche werde etwas erweitert. Deshalb schlägt die Haltestelle in diesem Ortsteil auch „nur“ mit geschätzten Kosten von 57 500 Euro zu Buche. Für die Haltesteige Bürgermeisteramt sind etwa 191 000 Euro veranschlagt und für die beiden Haltesteige Parkanlage müssen 160 450 Euro ins Auge gefasst werden. Das Ganze summiert sich damit auf 409 000 Euro brutto, hieß es vonseiten der Planer. Eine stolze Summe, die aber, so hofft Ronshausens Bürgermeister Markus Becker, durch eine siebzig- bis achtzigprozentige Förderung deutlich abgefedert werde könnte.

Der Ausbau könne im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. „Die Vermessung ist gemacht, die Bodengutachten liegen vor“, so Bielefeld. „Wir bekommen die Planungen nochmal schriftlich“, erklärte der Bürgermeister den Gemeindevertretern. „Dann können wir das Ganze ausdiskutieren und auch über die Bereitstellung der entsprechenden Haushaltsmittel reden. Heute, das war nur eine erste Vorstellung.“ Konkreter wird es erst in einigen Wochen, wenn in Ronshausen die Haushaltsdebatte ansteht.

„Der NVV hat uns schon eine Zusage erteilt und mit Hessen Mobil sind wir im Gespräch. Bauherr der Maßnahme ist allerdings die Gemeinde Ronshausen“, erläuterte Bastian Bielefeld auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir hatten eigentlich in einem etwas geringerem Ausmaß geplant, aber Hessen Mobil hat hohe Anforderungen gestellt. Das betrifft beispielsweise die Querungsstellen, aber auch die taktilen Elemente und die 2,50 Meter Gehwegbreite. Das treibt die Gesamtsumme für das Projekt natürlich nach oben.“

Auch interessant

Kommentare