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Investor UKA treibt Bau von fünf Windkraftanlagen bei Stärklos voran

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Windpark
Fünf Windkraftanlagen plant der Energieparkentwickler UKA Umweltgerechte Kraftanlagen aktuell im Haunetaler Ortsteil Stärklos. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Fünf Windkraftanlagen plant der Energieparkentwickler UKA Umweltgerechte Kraftanlagen aktuell im Haunetaler Ortsteil Stärklos.

Stärklos –Das entsprechende Gebiet ist zwar noch kein offizielles Vorranggebiet, dennoch sind die Planer zuversichtlich, dass das Vorhaben genehmigungsfähig ist. Die benötigten Flächen hat sich die UKA bereits gesichert.

„Naturfachlich sehen wir derzeit keine Probleme“, sagt Projektleiter Frederic Elmiger von der UKA Projektentwicklung am Standort Bielefeld. Zudem komme es nur selten vor, dass sowohl die betroffenen privaten Flächenbesitzer als auch die Gemeinde geschlossen hinter einem solchen Projekt stünden. Die UKA plant, baut, betreut und betreibt Wind- und Solarparks sowie die dazugehörige Infrastruktur. Elmiger und seine Kollegen am Standort Bielefeld sind für Projekte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen zuständig. Der Hauptsitz der UKA-Gruppe ist Dresden.

Erste Planungen seitens der UKA hatte es in Stärklos schon 2016 gegeben. Nachdem das Gebiet aus naturfachlichen Gründen damals seinen Status als Potenzialfläche beziehungsweise Konzentrationszone zunächst verloren hatte, wurden die Planungen allerdings vorerst eingestellt. Es bestand damals der Verdacht auf ein Rotmilan-Vorkommen. Vor zwei Jahren waren die Aktivitäten dann wieder aufgenommen worden.

Die UKA plant aktuell mit fünf Anlagen, von denen zwei östlich und drei westlich des Dorfes stehen würden. Vier würden auf Privatflächen gebaut, eine auf gemeindlicher Fläche – auf Freiflächen ebenso wie im Wald.

Zu einer öffentlichen, aber coronabedingt nur digitalen Infoveranstaltung hatte die UKA auf Initiative von Bürgermeister Timo Lübeck (CDU) Mitte März eingeladen, an der jedoch nur rund 20 Interessenten teilnahmen.

Die Haunetaler Gemeindevertreter stimmten dem Vorhaben in ihrer jüngsten Gemeindevertretersitzung Anfang April zu. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, einen entsprechenden Nutzungs- und Infrastrutkturvertrag abzuschließen. Diese sind laut Bürgermeister Lübeck inzwischen unterschrieben und in der Post. Mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept seien die Einnahmen aus der Windkraft auch eine Chance, das finanzielle Defizit der Marktgemeinde auszugleichen.

Für die anderen Flächen lägen die Unterschriften ebenfalls vor, berichtet Elmiger. Aktuell liefen die Untersuchungen für ein avifaunistisches Gutachten, mit dem ein externes Gutachterbüro beauftragt worden sei.

Geplant wird derzeit mit fünf Anlagen. Das Gebiet bietet laut Elmiger grundsätzlich aber Potenzial für acht Anlagen. Von den weiteren drei würden dann zwei den Gemeindenutznießerwald betreffen.

Bis überhaupt eine Anlage gebaut werden kann, wird es jedoch noch dauern. Etwa ein Jahr müsse man für die Erstellung des avifaunistischen Gutachtens einplanen, sodass man sich Ende 2023 im Genehmigungsverfahren befinden könne, für das Stand heute in der Regel zwei Jahre einzuplanen seien. Ein Genehmigungsbescheid könnte demnach frühestens Ende 2025 vorliegen, woraufhin die Bewerbung bei der Bundesnetzagentur möglich sei, so Elmiger. Sollte der Zuschlag im Frühjahr 2026 vorliegen, wäre eine Inbetriebnahme ab Mitte 2027 realistisch. Ob die Anlagen, die derzeit vorgesehen sind, dann noch dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, ist fraglich. Aktuell plant die UKA mit Vestas-Anlagen Typ V 162 mit einer Nennleistung von 5,6 Megawatt und 162 Metern Rotordurchmesser. Die Nabenhöhe beträgt 166 Meter plus drei Meter Fundament, die Gesamthöhe der Anlagen 240 bis 250 Meter. (Nadine Meier-Maaz)

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