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Planer stellten Machbarkeitsstudie im Kirchheimer Parlament vor

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Von: Christine Zacharias

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Diese Fläche zwischen Hauptstraße und Wiesenweg in Kirchheim ist ein möglicher Standort für den neuen Kindergarten.
Diese Fläche zwischen Hauptstraße und Wiesenweg in Kirchheim ist ein möglicher Standort für den neuen Kindergarten. Er erhielt in einer Machbarkeitsstudie besonders viele Pluspunkte. © Bernd Löwenberger

Eine neue Kindertagesstätte soll in Kirchheim entstehen. Doch wo sie gebaut werden soll, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.

Kirchheim – Das Architekturbüro Neumann aus Neuhof hat verschiedene mögliche Standorte im Gemeindegebiet untersucht und stellte deren Vor- und Nachteile jetzt den Gemeindevertreterinnen und -vertretern vor.

Erweiterung Bestand: Die Vorteile der bestehenden Kita liegen auf der Hand: Der Standort ist bekannt und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule. Allerdings gebe es dort, so machte Architektin Carolin Diel deutlich, praktisch keine Erweiterungsmöglichkeiten.

Ein Anbau würde den Verlust der Außenspielfläche bedeuten. Ein Grunderwerb in Richtung Schule sei nicht möglich, weil der Kreis nicht verkaufen wolle.

Bergstraße: Eine Kindertagesstätte in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Senioreneinrichtung, die die Firma Bickhardt an der Bergstraße plant, böte gute Möglichkeiten zur generationenübergreifenden Arbeit. Auch die Nähe zur Natur bietet Vorteile.

Der Bau einer Kita an dieser Stelle ist jedoch, so erläuterte Architekt Frank Neumann, mit einer Vielzahl von Unwägbarkeiten verbunden, weil in Gebäuden gebaut werden sollte, die unter Denkmalschutz stehen. Das mache sowohl die Kosten als auch die zeitliche Planung unberechenbar. Ein weiterer Nachteil: Die Grundstücksgröße ist relativ klein und auch der Verkehr nicht ganz einfach zu regeln. Zudem ist der Autobahnlärm groß.

Möglich wäre auch ein Neubau auf einem benachbarten Grundstück, das jedoch bisher unerschlossen ist und für das ein Bauleitplanungsverfahren nötig wäre, das erfahrungsgemäß etwa ein Jahr dauert.

Langer Garten: Ein Kindergarten direkt in einem Neubaugebiet, das hat durchaus Vorteile. Dort gäbe es ausreichend Platz. Allerdings müsste auch hier ein langwieriges Bauleitplanungsverfahren laufen und die Infrastruktur komplett neu geschaffen werden. Zudem sei das städtebauliche Konzept für das Gebiet noch unklar und es müsse mit jahrelangen Belästigungen durch Bauarbeiten im Umfeld gerechnet werden. Auch die Hanglage bringe Herausforderungen mit sich.

Ortsmitte: Im Gespräch ist zudem ein Grundstück in der Ortsmitte zwischen Hauptstraße und Wiesenweg. Hier sehen die Planer Potenziale durch die vorhandene Infrastruktur und die mögliche Belebung der Ortsmitte. Auch eine Bauleitplanung sei vorhanden, man könne also direkt in die Planung einsteigen.

Für die Zufahrt von der Hauptstraße müsse entweder eine denkmalgeschützte Scheune abgerissen werden – das sei, so Planer Neumann, schwierig, aber nicht unmöglich – oder aber ein leer stehendes Wohnhaus und eine Scheune an der Bahnhofstraße. Die Eigentümer hätten noch Bedenken, seien aber nicht grundsätzlich gegen einen Verkauf, sagte Bürgermeister Manfred Koch.

Auf allen Grundstücken, so erklärte der Architekt, sei es nicht möglich, einen fünfgruppigen Kindergarten ebenerdig zu bauen. Es sei immer eine zweigeschossige Bebauung notwendig. Das größte Potenzial sahen Neumann und seine Kollegin allerdings in der Ortsmitte.

Entscheiden soll das Parlament nun bei seiner nächsten Sitzung, die am Donnerstag, 24. Februar, um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Heddersdorf stattfindet. (Christine Zacharias)

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