1,6 Promille festgestellt - Polizisten beleidigt

Prozessauftakt nach tödlichem Unfall in Rotenburg: Fahrer erinnert sich nicht

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Bad Hersfeld. Ein 30-Jähriger aus Euskirchen muss sich seit Donnerstag vor Gericht für den tödlichen Unfall in Rotenburg verantworten, bei dem vor einem Jahr eine 49-Jährige starb.

Fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Trunkenheit am Steuer, fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung, Fahren ohne Führerschein, falsche Verdächtigung und Widerstand gegen Polizeibeamte: Das ist die lange Liste der Vorwürfe gegen einen 30-Jährigen aus Euskirchen, der amfrühen Morgen des 3. Februar 2018 in Rotenburg einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben soll.

Beim Prozessauftakt vor Strafrichter Elmar Schnelle im Bad Hersfelder Amtsgericht konnte sich der Angeklagte allerdings nicht mehr erinnern, wie es in der Straße „Am alten Feld“ zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto einer 49 Jahre alten Rotenburgerin gekommen war, die noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlag.

Auf der Straße "Am Alten Feld" in Rotenburg ereignete sich am 3. Februar 2018 der tödliche Unfall, bei dem eine 49-Jährige starb.

1,6 Promille Alkohol und Rückstände eines Joints hatte der Euskirchener im Blut, nachdem er das Ende einer Fortbildung in der BKK-Akademie in einer örtlichen Gaststätte gefeiert hatte. Dorthin waren er und ein Bekannter zunächst mit dem Taxi gefahren. Wie er dann ans Steuer seines Mercedes gekommen war, auch das konnte der Angeklagte nicht mehr sagen. Mit dem Pkw war er in der 30er-Zone dann wohl mit 75 bis 80 km/h zu schnell unterwegs, verlor in einer Kurve die Kontrolle und geriet auf die Gegenfahrbahn.

Nachher beschuldigte er wohl erst seinen Beifahrer. den Mercedes gelenkt zu haben. Auch legte er sich bei der Blutentnahme im Krankenhaus handgreiflich mit der Polizei an und beleidigte die Beamten als „Hundesöhne“ und „Schwachköpfe“.

Wegen zusätzlicher Akteneinsicht wurde der Prozess zunächst unterbrochen, er wird am 7. März fortgesetzt. (ks)

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