Aber vermutlich erst 2022

Lückenschluss für Radfahrer: Ausbau zwischen Mansbach und Wenigentaft auch in Thüringen

Das Bild zeigt Radfahrer, die bei der Einweihungsradtour für den hessischen Abschnitt von Mansbach nach Wenigentaft im Mai 2018 dabei waren.
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Freie Fahrt ins Nachbarland: Mit einer Einweihungsradtour wurde der hessische Abschnitt des Radwegs von Mansbach nach Wenigentaft im Mai 2018 eröffnet.

Der aus Mansbach kommende Radweg nach Wenigentaft (Wartburgkreis) soll bald auch auf thüringischer Seite ausgebaut werden.

Mansbach - Diesen Lückenschluss sowie den Ausbau eines Erschließungswegs zum Standorfsberg zwischen Buttlar und Treischfeld hat die Gemeinde Buttlar im Zuge der Flurneuordnung angestoßen. „Die Wege sind zum Vorteil der Gemeinde. Damit haben wir ein Gesamtkonzept geschnürt und werden Fördermittel für alle Projekte gleichzeitig erhalten“, erklärte Buttlars Bürgermeister Johannes Ritz (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dessen Mitglieder segneten den Ausbau einstimmig ab. Die geplante Neuanlage am Standorfsberg dient der Erschließung der Forstflächen für den forstwirtschaftlichen Verkehr. Der auf hessischer Seite von Mansbach kommende Radweg soll in Thüringen künftig in Form eines Multifunktionswegs fortgesetzt werden.

Insbesondere Wenigentaft sei ein zentraler Knotenpunkt für Radtouristen im Ulstertal, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Weg wird größtenteils asphaltiert. Ein kurzes Stück, das innerhalb des Nationalen Naturmonuments „Grünes Band“ liegt, bleibt aufgrund naturschutzfachlicher Belange und zur Bewahrung der Erinnerungskultur der Geschichte der deutschen Teilung in Schotterbauweise erhalten. Zwei Hinweisschilder am Rande der Anlage sollen zukünftig auf die Bedeutung hinweisen. Die Wege sind Teil der Flurneuordnung und des Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinde, die eine Anteilsfinanzierung in Höhe von zehn Prozent übernimmt. 40 000 Euro sind im diesjährigen Haushalt eingestellt, weitere 40 000 Euro sollen im Haushalt 2021 eingeplant werden.

Ursprünglich sollten die beschlossenen Wegebauarbeiten im kommenden Jahr starten. „Aufgrund eines verzögerten Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahrens ist mit einer Ausführung voraussichtlich erst in 2022 zu rechnen“, so der Buttlarer Bürgermeister. Der hessische Abschnitt des Radwegs durch den Mansbachgrund war bereits im Mai 2018 eröffnet worden.

Die Gemeinde Hohenroda hatte dafür einen 800 Meter langen Feldweg zwischen Hundeplatz und der Landesgrenze befestigen und asphaltieren lassen. Der Ausbau hat rund 180 000 Euro gekostet, 75 Prozent steuerte das Land Hessen aus seinem Programm für Verkehrsinfrastrukturförderung bei. Auf Mansbacher Seite erreichen die Radfahrer über einen asphaltierten Feldweg die Ortsmitte. Jenseits der Landesgrenze mündet bislang die Strecke auf einem geschotterten Wirtschaftsweg, der in Wenigentaft auf das überregionale Radwegenetz erreicht. Dort treffen unter anderem Ulstertal-, Rhön-, Kegelspiel- und Embergradweg sowie der Bahnradweg Hessen aufeinander. (Susann Eberlein und Jan-Christoph Eisenberg)

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