1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Dr. Andreas Brethauer ist SPD-Kandidat für Alheimer Bürgermeisterwahl

Erstellt:

Von: Carolin Eberth

Kommentare

Dr. Andreas Brethauer ist nun als offizieller SPD-Kandidat gewählt für die Bürgermeisterwahl in Alheim am 12. März 2023.
Dr. Andreas Brethauer ist nun als offizieller SPD-Kandidat gewählt für die Bürgermeisterwahl in Alheim am 12. März 2023. © carolin eberth

Der Vorstand des SPD-Gemeindeverbands Alheim hatte Dr. Brethauer einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen. Am Mittwochabend haben ihn nun auch die Alheimer SPD-Mitglieder als SPD-Kandidat gewählt.

Alheim – Dr. Andreas Brethauer (SPD), Alheims Erster Beigeordneter, hat im November die Amtsgeschäfte der Gemeinde übernommen – nachdem ein Abwahlantrag gegen Bürgermeister Jochen Schmidt gestellt wurde. Jüngst teilte der Sozialdemokrat mit, dass er auch bei den Neuwahlen am 12. März 2023 für das Bürgermeisteramt kandidieren möchte. Der Vorstand des SPD-Gemeindeverbands hatte ihn einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen. Am Mittwochabend haben ihn nun auch die Alheimer SPD-Mitglieder als SPD-Kandidat gewählt.

„In meiner Zeit als Erster Beigeordneter habe ich gemerkt, wieviel Freude es bereiten kann, mitzugestalten und für die großen und kleinen Probleme der Bürger da zu sein“, sagt Brethauer (40) und freut sich, nun als SPD-Kandidat gewählt zu sein. „Ich sehe mich gut vorbereitet für diese Aufgabe. Neben meiner Ausbildung auf der Gemeindeverwaltung und einer langjährigen nebenberuflichen Unterstützung der IT unserer Gemeinde habe ich bereits viele Vertretungszeiten im Bürgermeisteramt absolviert. Außerdem habe ich mich kommunalpolitisch weitergebildet, beispielsweise an der Sozialdemokratischen Kommunalakademie.“

Das Amt möchte er nutzen, um gemeinsam mit den Bürgern, der Politik und den Teams im Rathaus, auf dem Bauhof und in den Kitas Alheim voranzubringen. Dazu möchte er Projekte aus den von ihm definierten Themenschwerpunkten anstoßen. Seine Themenschwerpunkte stehen unter dem Motto „Alheim – gemeinsam unabhängig“. Ein Ausschnitt seiner Kandidatur-Vorstellung:

Regelmäßige Jahrfeier

„Die 50-Jahrfeier Alheims war ein voller Erfolg. Trotzdem feiern immer weniger Ortsteile noch regelmäßig Kirmes oder gewohnte Festivitäten fallen kleiner aus. Ich werde mich gerne dafür einsetzen, gemeinsam mit unseren Vereinen ein regelmäßiges Gemeindefest auf die Beine zu stellen – als Zeichen einer Alheimer Gemeinschaft. Der ausrichtende Ortsteil könnte dabei von Jahr zu Jahr wechseln.“

Kita-Krise beenden

„Eine wesentliche Ursache der Probleme in unseren Kitas ist akuter Personalmangel. Verschärft hat sich dieser bundesweite Mangel in unseren Kitas durch Umstände, die wir nun nach und nach auf- und abarbeiten. Schließlich geht es um das Wohl unserer kleinsten Bürger. Das braucht etwas Zeit und Lösungen, für die ich gerne einstehe. Ich möchte unsere Kitas wieder zu dem Ort machen, den ich aus meiner Kindheit kenne: Erzieher sollen gerne in Alheim arbeiten und sich bei uns mit Freude bewerben. Dazu ist es wichtig, dass sich Eltern und Kinder gut bei uns aufgehoben fühlen.“

Bürgerbeteiligung

„Die Aufgabe unserer Mandatsträger ist es, zum Wohle der Gemeinde zu handeln und dabei den Bürgerwillen im Blick zu behalten. Digitale Errungenschaften geben uns die Möglichkeit, diesen Willen kostengünstig mithilfe von Umfragen zu ermitteln. Wenn es darum geht, die Öffentlichkeit über die Entscheidungsfindung zu informieren, bietet uns die moderne Technik Möglichkeiten. Sitzungen der Gemeindevertretung könnten ins Internet übertragen und von zu Hause mitverfolgt werden.“

Effizientes Rathaus

„Die Digitalisierung gibt uns die Möglichkeit, Prozesse im Rathaus effektiver zu gestalten. Bürger sollen bestimmte Wege künftig auch online erledigen können. Das soll natürlich nicht heißen, dass der persönliche Gang zum Rathaus abgeschafft wird.“

Vereine und Ehrenamt

„Ehrenamtlich Tätige und Vereine halten unsere Gesellschaft zusammen. Ihre Arbeit muss noch sichtbarer werden und noch mehr Wertschätzung erfahren. Hier sehe ich auch zusammen mit der gemeindlichen Senioren- und Jugendarbeit eine tolle Basis für ein noch intensiveres und generationenübergreifendes Miteinander.“

Wohnraum

„Wenn wir auch in Zukunft auf dem Land leben wollen und dies auch für die kommenden Generationen möglich sein soll, muss Wohnraum bezahlbar bleiben. Dafür will ich mich gerne einsetzen. Dazu gehört aber auch eine gut ausgebaute Infrastruktur vor Ort. Neben Kitas, Ärzten, Bus- und Bahnverbindungen, Gastronomie sowie Einkaufsmöglichkeiten steht auch immer mehr das Arbeiten im Homeoffice auf dem Programm. Damit dies auch möglich ist, ist ein breitbandiger Internetzugang nötig. Hierzu müssen wir den Ausbau eines Glasfasernetzes voranbringen.“

Gewerbe

„Um Einnahmen zu generieren, müssen auch wir als kleinere Kommune ausreichend Steuern und Abgaben einnehmen. Sozialverträglich geht das am einfachsten, indem wir Gewerbe ansiedeln und fördern. Dazu müssen beispielsweise neue Gewerbeflächen geschaffen werden. Außerdem können wir Neugründungen unterstützen und mit frischen Ideen wie günstigeren Büroflächen durch gemeinsame Nutzung in Form sogenannter Co-Working-Spaces vorangehen.“

Tourismus

„Für den Ausbau des Tourismus haben wir eine gute Basis. Während meines Studiums habe ich von Kommilitonen häufig gehört: ‘Hier bei dir würde ich auch Urlaub machen!’ Und mit der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal haben wir auch eine gute Basis interkommunaler Zusammenarbeit.“

Landwirtschaft

„Wenn wir unseren Ruf als nachhaltige Gemeinde erhalten wollen, müssen wir die Möglichkeiten zur Gewinnung von Nahrungsmitteln vor Ort besser nutzen. Transporte über die halbe Welt mögen vielleicht betriebswirtschaftlich Sinn ergeben - für unsere Erde sind sie ein Wahnsinn! Ganz nebenbei stärkt ein neuer Fokus auch unsere lokale Wirtschaftskraft und sicherlich auch die Qualität der Produkte. Denn dann liegt es in unserer Hand, neben den Kosten auch die Qualität im Auge zu behalten. Angeboten werden könnten die Produkte zusammen mit anderen lokalen Erzeugnissen auf regelmäßigen Märkten, deren Standort zwischen unseren Ortsteilen wechselt. Auch eine Internetseite für die überregionale Vermarktung wäre denkbar.“

Risikomanagement

„Der Klimawandel bringt auch für unsere Gemeinde Gefahren mit sich. Wassermangel und immer häufigere Naturkatastrophen wie Starkregen sind keine Seltenheit mehr. Die SPD-Fraktion hat hier kürzlich bereits die Erstellung von Kartenmaterial zur Identifikation von gefährdeten Gebieten angestoßen. Das kann aber nur der Anfang sein. Wir müssen Gefahren aktiv identifizieren und Gegenmaßnahmen vorbereiten, um im Fall der Fälle schnell reagieren und Gefahren vermeiden zu können. Und ganz wichtig: auch unsere Feuerwehren benötigen weiterhin verlässliche Unterstützung.“

Energieversorgung

„Energie ist in unserer Gesellschaft die Basis allen Wohlstands. Bei immer knapper werdenden Ressourcen und gleichzeitig immer größerem Bedarf an Energie wird diese zwangsläufig immer teurer. Regenerative Energien bieten hier Lösungen. So ist saubere Sonnenenergie in praktisch unbegrenzter Menge vorhanden. Wir müssen sie nur richtig nutzen, denn eine eigene, dezentrale Energieversorgung ist machbar! Jeder könnte seine Energie in Alheim vor Ort und günstig beziehen. Dank bürgerschaftlicher Beteiligungsmodelle könnte man so auch mit überschaubarem Einsatz von Gewinnen profitieren.“

(Carolin Eberth)

Auch interessant

Kommentare