Keine Angst vor schwerer Arbeit

René Pelz ist als Maurer auf vielen Baustellen im Einsatz

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In seinem Element: Maurergeselle René Pelz, der die Ausbildung als Bester im Landkreis absolviert hat.

Der 21. September ist Tag des Handwerks. Wir stellen mit Maurer René Pelz einen Handwerker vor, der seine Ausbildung mit besonders guten Leistungen abgeschlossen hat.

Bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten macht René Pelz nichts aus. Er macht seinen Job gerne. Der 20-Jährige hat beim Bad Hersfelder Bauunternehmen Räuber Maurer gelernt und die Gesellenprüfung kürzlich als Bester des Landkreises abgeschlossen, wie er zwar ganz bescheiden, aber auch nicht ohne Stolz berichtet.

Pelz ist sozusagen familiär vorbelastet, sein Vater ist Bau-Ingenieur, und auch der 20-Jährige kann sich vorstellen, irgendwann noch die Fachschule oder ein Studium „dranzuhängen“. Auf jeden Fall will er sich weiterbilden, sagt der junge Mann mit Blick auf die berufliche Zukunft. Erst mal will er jedoch Geselle bei Räuber bleiben. „Nach der Ausbildung lernt man schließlich noch mal“, betont der 20-Jährige.

Nach dem Realschulabschluss hatte er „keinen Bock mehr auf Schule“, gibt er ehrlich zu – und: „Lernen ist eigentlich nicht so mein Ding.“ Die guten Leistungen jetzt erklärt Pelz sich so: „Ich bin handwerklich geschickt und gut in Mathe.“ Für die Abschlussprüfung musste der Maurer einen aufwendigen Rundbogen mit Ecken mauern.

Was man als Maurer neben handwerklichem Geschick und Mathematikkenntnissen noch können oder haben sollte? „Interesse und Motivation. Außerdem sollte man fit sein und Kraft haben“, sagt Pelz mit Blick auf die körperlich durchaus anstrengende Arbeit, wenngleich besonders schwere Steine heute nicht mehr per Hand befördert würden. Krafttraining im Fitnessstudio kann sich der 20-Jährige sparen ...

Die Firma Räuber kannte Pelz bereits von einem Schulpraktikum. Dass auf dem Bau nicht nur Gerüchten zufolge zuweilen ein rauer Ton herrscht, kann der junge Mann nur bestätigen. „Vor allem bei der älteren Generation. Aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, erzählt er lachend.

Von Tief- bis Hochbau, betonieren, abreißen und Rohre verlegen: Während der Ausbildung hat Pelz verschiedene Bereiche durchlaufen. Hinter dem Beruf Maurer verbirgt sich mehr als Steine zusammenzufügen. Zurzeit ist der Hersfelder bei K+S im Einsatz. „Ich habe schon viel gemacht“, blickt er auf die vergangenen Jahre zurück. Unter anderem hat Pelz an der neuen Logistikhalle von Hermes in Friedewald und am neuen Feuerwehrgerätehaus in Asbach mitgearbeitet. Reizen würden ihn auch mal „richtig hohe Baustellen“. Und was die Arbeit bei Wind und Wetter betrifft: „Gegen Kälte kann man sich besser schützen als gegen Hitze“, hat René Pelz längst festgestellt. (nm)

Hintergrund: 1956 gegründeter Familienbetrieb mit über 100 Mitarbeitern

Das Bauunternehmen Räuber ist 1956 in Reckerode gegründet worden. Mit dem Umzug nach Bad Hersfeld (Vor dem Clauswerth) wurde dort die erste Halle gebaut und nach und nach wurde der Betrieb erweitert. Heute sitzt die dritte Generation mit im Boot. Die familiengeführte Firma hat aktuell 104 Mitarbeiter sowie 13 Auszubildende und einen Werkstudenten. Anfangs war Räuber ein reines Hochbauunternehmen, inzwischen ist der Betrieb Komplettdienstleister von Tief- und Erdbau über Kanal- und Rohrleitungsbau bis hin zu Straßenbau, Sanierung und Außenanlagen. Räuber ist vorwiegend in der Region tätig.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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