Retten und renovieren: Feuerwehr saniert Gerätehaus

Die neu gestaltete Umkleide: Sie gehören zur acht Mann starken Projektgruppe, die sich um die Renovierung kümmert, von links Yannik Quitsch, Tobias Rosier und Florian Bode. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die Freiwillige Feuerwehr in Bebra möbelt das Feuerwehrgerätehaus auf: Die Umkleide, die sich zuvor mit in der Fahrzeughalle befand, ist nun in einem getrennten Raum untergebracht - dort, wo sich zuvor die Atemschutzwerkstatt befand.

Der Raum ist frisch gestrichen, hat eine neue Decke, ist mit LED-Beleuchtung samt Bewegungsmelder ausgestattet. Auch die Schränke sind neu angeordnet, alles hat jetzt seinen festen Platz.

Schon vor einem Jahr haben die Feuerwehrkameraden mit der Verschönerung des Hauses begonnen, berichtet Tobias Rosier, während Florian Bode und Yannik Quitsch den letzten grünen Quadratmeter in der Fahrzeughalle mit einem frischen Weißgrau überpinseln.

Handwerkliches Geschick gehört zur Natur der Feuerwehr, sagt Rosier. Vom Elektriker bis zum Gas- und Wasserinstallateur hat die Feuerwehr die Fachleute in den eigenen Reihen. In ihrer Freizeit retten, löschen und bergen die Männer und drei Frauen - insgesamt 50 Einsatzkräfte - und renovieren auch noch das Gerätehaus. Es stammt aus den 70er-Jahren und ist abgewohnt, aber auch die Vorschriften durch den Technischen Prüfdienst verlangen eine Sanierung.

Gewinn für alle

20 000 Euro haben die Bebraer Stadtverordneten der Feuerwehr zugedacht, damit sie das Haus selbst wieder in Schuss bringen kann. „Sie haben gesehen, was wir hier schon geleistet haben“, erklärt Florian Bode. Von einer „Win-win-Situation“ spricht Tobias Rosier und freut sich über die Wertschätzung.

Etwa 800 Arbeitsstunden habe man im vergangenen Jahr geleistet, schon 400 allein in diesem Jahr für die Fahrzeughalle. „Jeder hilft und tut, was er kann“, erklärt Rosier. Bis zu 25 Mitglieder der Einsatzabteilung und des Vereins sind zeitgleich aktiv.

Als nächstes stehen die Unterrichts- und Sozialräume zur Renovierung an. Sie sollen dem neuen Stand der Technik angepasst werden, unter anderem mit Beamer und leistungsfähigem Internet ausgestattet werden. Eine neue Küchenzeile ist schon eingebaut. Auch auf kleine Besonderheiten wird Wert gelegt. So findet man jetzt in der Umkleide Bilder von typischen Gebäuden der Stadt wie Lokschuppen und Rathaus. Oder das Wappen der Stadt und den Spruch von Henry Ford: „Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist der Erfolg.“

Rosier erklärt, die Freiwillige Feuerwehr sei kein normales Hobby, sondern eine Aufgabe. Es sei spannend, dass so viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Berufen dabei sind. „Jeder findet seine Nische“, sagt Rosier. Jeder sei Teil des Ganzen, Teil einer Teamleistung.

Stolz auf die Zentrale

Stolz ist man auch auf die neue „IUK-Zentrale“ (Informations- und Kommunikationszentrale) mit neuer Telefonanlage von der Stadt, Computerarbeitsplatz, der Software Fireboard, Funkarbeitsplatz und anderem mehr. Hier kann die Feuerwehr bei Ausnahmelagen wie einem Unwetter mit der Leitstelle im Rücken selbstständig Einsätze abwickeln. Zuvor standen dazu nur der Einsatzleitwagen und der Schulungsraum zur Verfügung.

Zum Frühlingserwachen lädt die Freiwillige Feuerwehr Bebra alle Interessierten ins frisch gestrichene Feuerwehrgerätehaus am Mehrzweckplatz ein. DJ Harald, bekannt aus dem Hippodrome, legt auf, es gibt Fingerfood vom Hessischen Hof und Cocktails von Mosebergs.

Die Party beginnt am Samstag, 4. März, um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro - darin eingeschlossen ist ein Freigetränk. Das Frühlingserwachen ist eine Neuauflage des früheren Feuerwehrballs und findet zum ersten Mal statt, berichten Tobias Rosier und Florian Bode. Die sechs Fahrzeuge werden vor dem Gerätehaus abgestellt und dann steht die Halle für die neue Veranstaltung zur Verfügung.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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