Ronshausen hat in Brandschutz investiert

Mit Computertechnik ausgerüstet: Der Arbeitsplatz im neuen Einsatzleitwagen der Ronshäuser Feuerwehr. Foto: Vöckel

Ronshausen. Die Gemeinde Ronshausen hat zwei moderne Fahrzeuge für ihre Feuerwehr angeschafft.

Die Freiwillige Feuerwehr in Ronshausen hat zwei Fahrzeuge erhalten: einen neuen Einsatzleitwagen (EWL 1) und ein fast neuwertiges Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16). Beide Fahrzeuge wurden der Einsatzabteilung der Ronshäuser Feuerwehr an einem Tag der offenen Tür beim Feuerwehrgerätehaus übergeben. Sie haben die Bezeichnung Florian Ronshausen 11 und 2-46.

„Nicht nur die Feuerwehr hat neue Fahrzeuge erhalten“, sagte Gemeindebrandinspektor Matthias Kranz bei der Übergabe. Diese Ausrüstung habe jeder einzelne Bürger der Gemeinde, aber auch Gäste und Durchreisende des Ortes erhalten. „Die Aufgabe der Feuerwehr ist es nur, die Fahrzeuge zu besetzen und zu bedienen, um Schaden von anderen abzuhalten“, begründet er,

Bei der Beschaffung der Fahrzeuge sei Wert auf eine möglichst große Ausstattung gelegt worden. Auf der anderen Seite mussten aber auch die Kosten im Rahmen gehalten werden. Dieser Spagat sei gelungen. Dafür bedankte sich der Gemeindebrandinspektor bei Bürgermeister Markus Becker, dem Gemeindevorstand und der Gemeindevertretung. Sie mussten schließlich die Beschaffung genehmigen und das Geld dafür zur Verfügung stellen.

Die modernen Fahrzeuge mit der zeitgemäßen Ausrüstung und Ausstattung für technische Hilfeleistungen und Feuerwehreinsätze böten nun die Möglichkeit, sach- und fachkundig effektive Hilfe zu leisten.

Über 200 000 Euro

„Die Kosten der Anschaffung sind für eine finanzschwache Schutzschirm-Gemeinde bedeutsam“, sagte Bürgermeister Markus Becker beim Vorstellen der Investitionen. 300 000 Euro hätte ein neues Löschfahrzeug gekostet. Davon wäre ein Landeszuschuss von 70 000 Euro abgezogen worden, doch 230 000 Euro hätte die Gemeinde immer noch tragen müssen. Das habe die Kommune aber um 30 Prozent billiger hinbekommen, indem sie für 160 000 Euro ein komplett ausgestattetes Übungsfahrzeug der Landesfinanzschule erworben habe. Der Einsatzleitwagen habe 67 560 Euro gekostet. Dazu gab es einen Landeszuschuss von 26 000 Euro. In beide Fahrzeuge habe die Gemeinde Ronshausen somit über 200 000 Euro investiert.

Das sei gut angelegtes Geld, versicherte der Bürgermeister. Schon ein verhinderter Großbrand im Wald oder ein verhindertes Übergreifen von Feuer auf ein Nachbarwohnhaus sei wertvoller als diese Summe.

Vorsitzender und Wehrführer Matthias Tobi hatte den Festakt der Fahrzeugübergabe eröffnet und dazu zahlreiche Gäste begrüßt, darunter den Landtagsabgeordneten Dieter Franz, den Kreisbeigeordneten Helmut Miska, Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar und Kreisbrandmeister Patrick Kniest. Sie sprachen sich anerkennend über die verbesserte Ausstattung der Ronshäuser Feuerwehr aus. Der Tag der offenen Tür wurde weiterhin gestaltet mit Besichtigungen der neuen Fahrzeuge sowie Vorführungen der Feuerwehren, der Kreisverkehrswacht und der Bogenschützen des SV Tell Ronshausen.

(Von Herbert Vöckel)

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