In Ronshausen gibt's für neue Familien Geld beim Hauskauf

Am Immobilienmarkt attraktiv sein: Das unterstützt die Gemeinde Ronshausen jetzt mit einer neuen Förderung für Familien. Foto: dpa

Ronshausen. Für Familien mit Kindern soll Ronshausen noch attraktiver werden. Das ist das Ziel, das hinter einem Beschluss steckt, den das Ronshäuser Gemeindeparlament verabschiedet hat.

Einstimmig beschlossen wurde auf Antrag der WGR-Fraktion eine finanzielle Unterstützung beim Erwerb von Wohneigentum für Familien mit Kindern.

Demnach fördert die Gemeinde ab Januar den Kauf von Wohnobjekten, die mindestens 45 Jahre alt sein müssen. Wird die Förderung, die abhängig von der Zahl der Kinder ist, ausgeschöpft, beläuft sich der Betrag auf maximal 6000 Euro pro Familie. Ziel sei es, die Dorfstruktur zu beleben und dem demografischen Wandel durch den Zuzug von Familien mit Kindern entgegen zu steuern, erklärte WGR-Fraktionsvorsitzender Reinhard Brandau.

Um auf das attraktive Angebot aufmerksam zu machen, will die Gemeinde auch auf ihrer Internetseite auf die Förderung hinweisen. Zudem soll das Angebot mit der Internetseite www.aktion-pro-eigenheim.de verknüpft werden.

„Zahlreiche Kommunen haben diese Förderung bereits“, erklärte Brandau. Im Landkreis seien es allerdings nur sehr wenige. Außerdem sei das Risiko für die Gemeinde gering, da es keinen Rechtsanspruch gebe und sich die Förderung über Einwohnerzahl und Steueranteile refinanziere, warb Brandau für den Antrag seiner Fraktion.

Auch Volker Knierim von der CDU-Fraktion sagte, es gelte, die Gemeinde familienfreundlich aufzuwerten. Lediglich Thomas Wenderoth von der FDP sah das nicht so. „Das ist Sache des Bundes oder des Landes - wir dürfen nicht zustimmen“, sagte er. Bei der Förderung handele es sich um freiwillige Leistungen und angesichts dessen sollte die Gemeinde lieber erstmal Steuern senken, forderte er.

Dem widersprach Rolf Hildebrandt von der SPD-Fraktion energisch: „Selbstverständlich müssen wir uns bemühen, unser eigenes Ding zu machen - wir müssen aktiv dafür sorgen, dass sich in Ronshausen neue Familien ansiedeln und es hier weitergeht“, erklärte er. Bei einer Enthaltung des FDP-Vertreters wurde die neue Förderrichtlinie im Anschluss einstimmig beschlossen.

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