Beim Kaffee kam die Liebe: Killmers aus Ronshausen feiern goldene Hochzeit

Lernten sich im Ronshäuser Café Süd kennen und lieben: Kurz darauf heirateten Dorothea und Herbert Killmer und feiern heute ihre goldene Hochzeit. Foto: nh

Ronshausen. Zwei Ronshäuser Ur-Gewächse feiern am heutigen Freitag ihre goldene Hochzeit: Dorothea (70) und Herbert (78) Killmer. Gefunkt hat es zwischen den beiden vor mehr als 50 Jahren im Café Süd in Ronshausen. Heute gibt es das Café nicht mehr, doch die Liebe der Eheleute hält nach wie vor an.

Nach dem ersten Kennenlernen in Café fackelte das Paar nicht lange. Es fühlte sich füreinander bestimmt und ging auch bald die standesamtliche Trauung an. Sie fand vor 50 Jahren, am 2. Dezember, wie auch in diesem Jahr an einem Freitag statt. „Es war ein sehr schöner sonniger Tag mit strahlend blauem Himmel“, erinnert sich Dorothea Killmer, die 1946 in Ronshausen als Dorothea Allendorf zur Welt kam.

Zwei Tage nach der standesamtlichen Trauung holte das Ehepaar schließlich auch Gottes Segen ein. Die kirchliche Trauung fand in der evangelischen Kirche in Ronshausen statt. Zum Gotteshaus wurden beide exklusiv in einem Mercedes-Benz chauffiert, und zwar von ihrem heute noch lebenden und fast 90-jährigen Nachbarn Werner Barth.

Ein wunderbares Fest

„Die Hochzeit wurde anschließend im Elternhaus meiner Mutter gefeiert, wo meine Eltern auch heute noch wohnen“, berichtet Stefanie, die Tochter des Jubel-Paares. „Mit 60 Personen auf zwei Etagen war es ein wunderbares Fest“, bestätigt Dorothea Killmer, die in ihrer Jugend eine Ausbildung zur Verwaltungsangestellten beim damals noch eigenständigen Kreis Rotenburg absolviert hatte. Sie war viele Jahre für die Abteilung Gesundheitsamt tätig, bis sie 1974 ihren Dienst als Dekanatssekretärin bei Dekan Siegfried Dembowski im Kirchenkreis Rotenburg begann. Hier gefiel es der Ronshäuserin, sie blieb bis zu ihrer Verrentung im Mai 2005.

Zeitgleich mit dem Einstieg in die Rente nahm sich Dorothea Killmer der Pflege ihres Mannes Herbert an. Seit elf Jahren, nachdem er mehrere Schlanganfälle erlitten hat, ist sie für ihren Gatten da, der auch in Ronshausen geboren wurde, und zwar 1938. „Nach der Volksschule begann mein Vater 1953 eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektriker und Installateur bei der Firma Kaiser in Weiterode“, erzählt Tochter Stefanie. Nach einem kurzen Intermezzo im Schacht von K+S bei Winters-hall wechselte Herbert Killmer im Herbst 1958 zur Deutschen Bundesbahn. Im April 1971 ging er schließlich in den Rangierdienst, wo er fast 40 Jahre bis zu seiner Pension arbeitete.

Gern im Schrebergarten

Das gemeinsame Lieblingshobby der beiden Ronshäuser war schon immer ihr Schrebergarten mit dem schönen selbstgebauten Blockhaus gewesen. Einsatz sei für das Paar wichtig, sagt die Tochter, so dass Dorothea und Herbert Killmer auch heute noch im Ronshäuser Radfahrverein aktiv sind. Daneben war Herbert Killmer über 60 Jahre ein fester Bestandteil des Männergesangvereins und Dorothea Killmer im Landfrauenverein sowie im VdK-Ortsverein Ronshausen-Hönebach tätig.

Neben der Tochter Stefanie, die 1978 geboren wurde, hat das goldene Paar noch einen Sohn. Hennig kam 1970 zur Welt. Die Enkelinnen des Jubelpaares sind mittlerweile 18 und 23 Jahre alt. Bereits seit zweieinhalb Jahren gibt es einen weiteren Schatz in der Familie. Der Urenkel ist der ganze Stolz und macht Ur-Großmutter und Ur-Großvater glücklicher denn je. (red/fis)

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