Gitarrenmusik in Ronshausen

Coverband Backenfutter sorgte für dünne Luft auf der Tanzfläche

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Von Blink 182 bis zu Disco-Titel aus den 90ern: Paule (links) und Philipp heizten im Haus des Gastes mit unterschiedlichen Musikrichtungen ordentlich ein.

Ronshausen. Zwei junge Männer in Bermudashorts und schwarzen T-Shirts haben am Samstag das Haus des Gastes in Ronshausen zum Kochen gebracht. Als Coverband. Ein echtes Kunststück.

Ronshausen. Es kommt wohl nicht oft vor, dass eine Coverband von der ersten Minute an ihr Publikum zum Kochen bringt. Paule und Philipp haben das auf charmante und leidenschaftliche Weise vollbracht.

Backenfutter nennt sich das Duo aus Frankfurt, das bereits auf dem Wide Creek Open Air in Ronshausen im vergangenen Jahr als Höhepunkt des Festivals gefeiert wurde. 

Darum verpflichtete die Kulturinitiative KiRoyal des KCV Ronshausen zum Auftakt ihres Veranstaltungsjahrs Backenfutter mit einem erweiterten Repertoire.

Vor dem Haus hielten die Großraum-Taxen

Das Konzert, das mit etwa 250 Besuchern begann, sollte sich während der Nacht noch steigern. Großraum-Taxen hielten vor dem Haus des Gastes, und auf der Tanzfläche wurde die Luft zunehmend dünner.

Das authentische Duo – ausgestattet mit Gitarre und simplen Fuß-Schlagwerken – startete mit College Rock und Skatepunk der 90er- Jahre, dem damaligen Soundtrack für pubertierende Jugendliche: Blink 182, Green Day. The Offspring. 

Mit Backenfutter wehte ein frischer Wind mit diesem Punkrock: nicht ganz klassisch britisch, sondern melodischer Skatepunk im Stil von Millencolin mit Ska-Elementen.

Auf der Bühne wurden Philipp und Paule zu Dampfwalzen und zelebrierten ein Feuerwerk voller Energie, Wut und Ironie. Backenfutter sind mal witzig, mal ernst und ecken gerne mit ihrer Interpretation von Punkrock an.

Nach vorne gepeitscht werden sie von ihrer selbsterzeugten und mächtigen Rhythmusmaschinerie. Wichtig ist den Jungs, ihr Publikum mitzureißen. Wenn die Zuschauer mitrocken, applaudieren und eine gute Zeit haben, dann sind auch sie in ihrem Element.

Auf Wunsch des Publikums gab es die Ärtze

Die bunte Mischung von den Ärzten, den Toten Hosen oder Disco-Titeln der 90er und 2000er Jahre auf Publikumswunsch kam bestens an. Den Spagat zwischen all diesen Richtungen meisterten Philipp und Paule mit herausragenden, abwechslungsreichen Arrangements.

Sie interpretierten diese Art von Musik derart, dass sie einen an die Hand nahm und nicht mehr losließ. So wie die Party in Ronshausen, die kein Ende mehr zu nehmen schien.

Von Susanne Kanngieser

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