Abstimmung fällt 7:5 aus

CDU, WGR und FDP lehnen Freien Eintritt für Ronshausens Feuerwehrleute im Badepark ab

Hoch her ging es in der Ronshäuser Gemeindevertretersitzung bei der Frage, ob und wenn ja welche Freiwilligen der Gemeinde freien Eintritt im Badepark bekommen sollen. 

Nach viel Einmütigkeit in der jüngsten Sitzung von Ronshausens Gemeindevertretern am Donnerstagabend im Haus des Gastes sorgte der letzte Punkt der Tagesordnung dann doch noch für eine erregte Debatte und erhitzte Gemüter. Diskutiert wurde die Frage, ob aktive Feuerwehrmitglieder der Gemeinde kostenlosen Zutritt zum Ronshäuser Badepark erhalten sollen.

Einen entsprechenden Antrag hatte die Freiwillige Feuerwehr dem Gemeindevorstand übergeben – Bürgermeister Markus Becker hatte ihn dem Parlament als Beschluss zur Abstimmung vorgelegt. Doch aus den Reihen von WGR, CDU und FDP gab es Kritik daran.

Um alle Rettungskräfte gleich zu behandeln, solle man auch die DRK-Aktiven mit einbeziehen, schlugen Reinhard Brandau und Reiner Wolf vor und stellten seitens der WGR einen Änderungsantrag. Demnach sollten alle aktiven Rettungskräfte der Gemeinde 50-prozentige Ermäßigungen auf Familien- und Saisonkarten für den Badepark erhalten – und das ab der kommenden Saison 2020.

Mit dem Hinweis, dass es sicherlich auch viele weitere Vereine und ehrenamtlich Engagierte gebe, die eine solche Anerkennung verdient hätten, brachte Reinhard Brandau dann das Fass zum Überlaufen. „Jämmerlich“, nannte Matthias Tobi – der neben dem Fraktionsvorsitz der SPD auch Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr in Ronshausen ist – den Umgang mit ihm und seinen Kameraden. Tobi unterstrich die Bedeutung der Einsatzabteilung, die 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche einsatzbereit sei und in gefährlichen Einsätzen oftmals Leib und Leben riskieren müsse. Der Vergleich mit anderen Vereinen sei fehl am Platz, betonte auch Nils Möller von der SPD.

Sowohl Thomas Wenderoth von der FDP als auch Volker Knierim, Fraktionsvorsitzender der CDU, wiesen auf die finanzielle Komponente hin, den Badepark als defizitären Kostenfaktor der Gemeinde, die sich immer noch unter dem Schutzschirm des Landes Hessen befinde. Da half auch Bürgermeister Beckers eindringlicher Appell, sich für die Feuerwehrleute stark zu machen und seine Aussage, dass sich die Gemeinde diese Anerkennung durchaus finanziell leisten könne, nichts. In den anschließenden Abstimmungen gab es zunächst für den WGR-Änderungsantrag mit drei WGR-Befürwortern, acht Gegenstimmen aus den Reihen von SPD, CDU und FDP sowie einer Enthaltung der SPD-Gemeidevertreterin Sigrid Sauer keine Mehrheit. Den Ursprungs-Antrag lehnten sieben Gemeindevertreter von WGR, CDU und FDP ab. Dafür stimmten die vier anwesenden SPD-Mitglieder sowie Udo Schöppner von der CDU. "  ARTIKEL OBEN

Rubriklistenbild: © Manfred Schaake/Archiv

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