Versteckte Marmeladengläser im Wald 

Statt Corona-Langeweile: Studentin schickt Schüler in Ronshausen auf Schnitzeljagd

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Auf die Suche nach Marmeladengläsern sind der 7-jährige Grundschüler Jonas Mackel und seine 4-jährige Schwester Lisa. Beide kommen aus Ronshausen.

Für Kinder können die Tage in der Corona-Krise ganz schön lang werden. Marie-Therese Barth hat sich für ihre Schüler in Ronshausen daher etwas ausgedacht. 

Schulen und Kindergärten sind geschlossen, das Kontaktverbot gilt auch im Freundeskreis und alle Spielplätze sind dicht: Für Kinder können die Tage in der Corona-Krise ganz schön lang werden. Deshalb hat sich Marie-Therese Barth, Studentin und Aushilfslehrerin an der Grundschule in Ronshausen, Anfang April etwas für ihre Grundschüler ausgedacht: eine Schnitzeljagd durch umliegende Dörfer und Wälder.

„Ich habe in Ronshausen, Iba, Machtlos und Umgebung 15 Marmeladengläser mit Aufgaben und Spielen versteckt. Die Schüler können gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihrer Familie auf die Suche gehen“, sagt die 23-jährige Studentin.

In jedem Marmeladenglas befindet sich ein Zettel, auf dem sich die Kinder mit ihrem Namen und dem Finder-Tag eintragen können. So sehen sie, wer bereits vor ihnen bei der Suche Erfolg hatte – ein Ansporn, auch das nächste verstecke Marmeladenglas zu entdecken.

"Ich hätte nicht gedacht, dass die Schnitzeljagd so gut angenommen wird"

Sie habe überlegt, wie man die Kinder zusammen mit der Familie motivieren könne, Zeit in der Natur zu verbringen, sagt Marie-Therese Barth. Da sie selbst aus Iba kommt, die Umgebung kennt und gerne im Grünen spazieren geht, kam ihr die Idee zur Schnitzeljagd. Die Orte, an denen die Gläser versteckt sind, hat die Studentin auf einer Liste notiert und zusammen mit einem Brief an alle Eltern gesendet. „Ich habe schon viele positive Rückmeldungen bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Schnitzeljagd so gut angenommen wird.“ Bereits 35 von insgesamt 96 Grundschülern in Ronshausen haben an der Entdeckungstour teilgenommen.

„An manchen Stellen müssen die Kinder ganz genau hinschauen und ein bisschen suchen, bis sie das versteckte Marmeladenglas entdecken“, sagt die 23-Jährige. Einige Gläser wurden erst nach einer halben Stunde eifriger Suche aufgespürt. Aber nicht nur die Kinder, so die Studentin, sondern auch die Eltern hätten offenbar Freude an der Schnitzeljagd.

Weil die Schulen zunächst nur schrittweise wieder öffnen sollen, will Marie-Therese Barth weitere Marmeladengläser verstecken. „Dann wird den Schülern, die bereits alle Gläser gefunden haben, auch erst mal nicht langweilig in der Corona-Krise“, hofft sie.

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