Eröffnung am 28. April

Krippensammlung hat eine Zukunft: Exponate ziehen in einstigem Wohnhaus ein

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Der schwere Weg beginnt: Auch seine 22 Osterstationen hat Eugen Balduf im neuen Kripppenhaus an der Hersfelder Straße 1 in Ronshausen für interessierte Besucher aufgebaut. Im ehemaligen Badezimmer des Wohnhauses zeigen Balduf und seine Frau Edeltraut Kötter zudem eine Osterausstellung mit vielen besonderen Eier-Exponaten.

Den bekannten Ronshäuser Krippenweg gibt es nicht mehr, trotzdem kann die Sammlung von Eugen Balduf und Edeltraut Kötter noch besichtigt werden: im neuen Krippenhaus. 

Das Haus an der Hersfelder Straße Nummer 1 in Ronshausen ist seit über zehn Jahren unbewohnt. Nun verwandeln Edeltraut Kötter und ihr Mann Eugen Balduf es in ein „besonderes Krippenhaus“. Ihre umfangreiche Krippensammlung, die das Ronshäuser Paar im Laufe von knapp einem dutzend Jahren zusammengetragen hat, soll so weiter der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Nachdem der Ankauf ihrer Krippen durch die Gemeinde Ronshausen in der jüngsten Sitzung vom Parlament abgelehnt wurde und der Ronshäuser Krippenweg, den Balduf vor gut zehn Jahren für die Weihnachtszeit „erfunden“ hat, nun voraussichtlich nicht mehr stattfinden wird, weil sich bislang kein Nachfolger gefunden hat, sollen die Krippen zumindest nicht ungenutzt bleiben.

Über 200 Krippen, verteilt auf zwei Stockwerke und neun Zimmer

In dem einstigen Wohnhaus unweit des Ronshäuser Bahnhofs werden sowohl die Weihnachtskrippensammlung mit 194 Exponaten als auch die 22 Passions-Krippen-Stationen zur Osterzeit präsentiert. Verteilt sind sie auf zwei Stockwerken in allen neun Zimmern. Ob die Wurstkammer neben der Küche oder die abgedeckte Wanne im Badezimmer – Krippen gibt es dort allüberall.

Vor dem neuen Krippenhaus: Eugen Balduf und Edeltraut Kötter präsentieren ihre Krippen künftig in diesem Haus an der Hersfelder Straße 1 in Ronshausen. Auf unserem Bild hält Balduf seine Passionskrippe „Heiliges Abendmahl“ in den Händen.

Eröffnet wird die Ausstellung in Kooperation mit der Handwerk Erlebnisroute. Krippenbauer Eugen Balduf gehört ihr bereits seit fünf Jahren an. Erstmals offen ist das Krippenhaus daher am letzten Sonntag der Osterzeit, dem 28. April, von 10 bis 18 Uhr.

„Eine feste Ausstellung an wenigen Tagen im Jahr, das können wir auch in unserem Alter noch bewältigen“, sagt der 78-jährige Balduf. Die ganze Arbeit mit dem Auf- und Abbau falle so weg. Denn die Leidenschaft und das Feuer für seine Krippen ist noch da: „Ganz aufgeben kann ich mein Hobby noch nicht – auf diese Weise habe ich wenigstens eine sanfte Entwöhnung“, sagt der Ronshäuser Krippenfan.

Kleine Gruppe sind im Krippenhaus jederzeit willkommen

Dass es mit ihrem Krippenweg nicht mehr weitergeht, finden beide sehr schade. Die Großstationen für Draußen wollen sie nun teilweise vorerst in ihrem heimischen Garten aufstellen, „um wenigstens dort Freude daran zu haben“. Ihr neues Krippenhaus ermöglicht hat ihnen ein Freund aus der Ronshäuser Musikgruppe „Die Leimendämmler“, in der gemeinsam musiziert wird. Er hat ihnen das Haus für diesen Zweck kostenlos überlassen.

Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben und auch Anmeldungen sind nicht nötig. Wer außerhalb der wenigen Termine der Handwerkerlebnisroute die Ausstellung besichtigen möchte, kann dies bei den beiden anfragen. „Uns ist lediglich wichtig, dass die Gruppe nicht größer als 15 bis 20 Personen ist, damit sich alle auch vernünftig umsehen können“, sagt Edeltraut Kötter. Auf Wunsch soll es auch wieder die beliebte Zeitreise geben, bei der beide in Form einer Multimedia-Präsentation begleitet von Musik und Erzählungen ihre schönsten Ausstellungsstücke zeigen.

Wer also nach Ostern noch einmal den Kreuzweg miterleben möchte, hat dazu am 28. April im Krippenhaus Gelegenheit. Eugen Balduf und Edeltraut Kötter freuen sich auf interessierte Besucher.

Kontakt unter Telefon 0 66 22/58 02.

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