Haus des Gastes in Ronshausen: Stammkunden bekommen Bonus

Nachgebessert: Die Gebühren für das Haus des Gastes sollen ab dem kommenden Jahr für diejenigen, die die Einrichtung als Veranstaltungsort häufiger nutzen, wieder günstiger werden. Foto: Archiv/nh

Ronshausen. Was kostet es, das Haus des Gastes für eine Veranstaltung zu mieten? Mit dieser Frage hat sich das Ronshäuser Parlament zum wiederholten mal beschäftigt.

Mit neun Ja-Stimmen von WGR, CDU und SPD bei zwei Enthaltungen aus den Reihen der SPD beschlossen die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung nun eine neue Nutzungs- und Gebührenordnung für das Haus des Gastes.

Vor exakt einem Jahr hatte das Thema - gerade bei Stamm-Mietern, wie dem Ronshäuser Kultur- und Carnevalverein (KCV) - die Gemüter mächtig erhitzt. Grund war die damalige Änderung, die als Teil der Schutzschirmvorhaben für die Haushaltskonsolidierung eine Erhöhung der Gebühren um 20 Prozent beinhaltete. In der Zukunftswerkstatt war daraufhin über das vergangene Jahr hinweg an Verbesserungen gearbeitet worden, die gerade Mietern, die das Haus des Gastes häufiger nutzen, entgegenkommen.

15 bis 35 Prozent Ermäßigung 

„Wir suchten Instrumente, um Kunden zu binden, eine höhere Kundenzufriedenheit zu erzielen, die Kostendeckung zu verbessern, aber auch durch eindeutigere Regelungen die berechtigten Interessen der Anlieger zu schützen.“ Das erklärte Reinhard Brandau von der WGR, der in der Zukunftswerkstatt-Arbeitsgruppe federführend an dem nun beschlossenen Entwurf mitgearbeitet hat. Kernstück der Neufassung sei eine Bonusregelung, die Veranstaltern, welche die Räumlichkeiten an mehreren Tagen im Jahr anmieten, eine Ermäßigung - gestaffelt von 15 bis zu 35 Prozent - einräumt.

Ab 1. Januar in Kraft 

„Alle in die Neufassung übernommenen Gebühren entsprechen der Beschlusslage der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2013“, stellte Brandau klar. Auf der Internetseite der Gemeinde soll die neue Gebührenregelung, die ab dem 1. Januar gilt, gut auffindbar präsentiert und ihre Vorteile für die Nutzer hervorgehoben werden, kündigte Brandau an.

Weitere Anregungen für Verbesserungen, wie die Abfrage der Kundenzufriedenheit, der Einstieg in ein Qualitätsmanagement und die Vermittlung von Catering- oder Konferenzservice, würden bereits umgesetzt oder seien im Aufbau, berichtete Brandau.

Für die SPD-Fraktion dankte Petra Möller der Zukunftswerkstatt für die geleistete Arbeit. „Wir wollen damit allen Nutzern Kalkulationssicherheit geben“, sagte sie. Nicht alle SPD-Gemeindevertreter könnten den gefundenen Kompromiss befürworten, kündigte sie auch Enthaltungen bei der Abstimmung an.

„Mit der Neufassung ist für Mehrfachnutzer eine finanzielle Verbesserung entstanden - wir von der CDU versprechen uns davon eine bessere Auslastung für das Haus des Gastes“, sagte deren Fraktionsvorsitzender Volker Knierim. Auch er dankte Reinhard Brandau und dessen ehrenamtlichen Mitstreitern aus der Zukunftswerkstatt für die geleistete Arbeit.

Von Peter Gottbehüt

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