Nach über zwei Jahren 

Grundstücke im Ronshäuser Neubaugebiet "Geldacker" können nun verkauft werden

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Idyllisch gelegen: Mit der geplanten Bebauung wird die bisherige Baulücke zwischen den Häusern an Goethe- und Schillerstraße (links) und den Häusern Am Geldacker, auf dem Foto rechts, geschlossen. Unser Bild zeigt den Blick über die Felder hinunter vom „Hohlen Rain“. 

24 Bauplätze auf rund 25.000 Quadratmeter können nun vermarktet werden. 

Eine lange Vorbereitungszeit geht zu Ende: Mit ihren jüngsten Beschlüssen haben Ronshausens Gemeindevertreter nun endgültig den Weg frei gemacht für die Vermarktung der Grundstücke im Ronshäuser Neubaugebiet an der Hersfelder Straße – „Am Geldacker“ genannt. „Jetzt können wir mit dem Verkauf der Grundstücke beginnen“, freut sich Ronshausens Bürgermeister Markus Becker, für den das Neubaugebiet ein dickes Brett war, bei dem es viele Widerstände zu überwinden und Bedenken zu zerstreuen galt, bis es nun nach über zwei Jahren endlich gebohrt ist.

Für die Entwicklung der insgesamt 24 Bauplätze mussten alle Eigentümer das Rohbauland an die Gemeinde verkaufen. Die rund 25.000 Quadratmeter kosteten insgesamt 375.000 Euro. Für die Erschließungskosten muss die Gemeinde inklusive des Ankaufs mit rund 1,7 Millionen Euro in Vorleistung gehen. „Die Finanzierung ist durch einen entsprechenden Kredit gesichert, der dann durch den Verkauf der Baugrundstücke zurückgezahlt werden kann“, sagt Becker.

Zum Verkauf stehen insgesamt 20.115 Quadratmeter Bauland. In der mittelfristigen Planung gehe die Gemeinde davon aus, im Schnitt jedes Jahr zwei Baugrundstücke verkaufen zu können. Im aktuellen Haushalt für 2020 ist als Erlös aus dem Verkauf erschlossener Bauplätze ein Betrag in Höhe von 140.000 Euro für drei Grundstücke angesetzt, berichtete Becker in seiner Haushaltsrede in der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlamentes in Machtlos.

Dort wurde der Verkaufspreis für die Grundstücke debattiert und festgelegt. Während Bürgermeister und CDU-Fraktion sich für einen Quadratmeterpreis von 69 Euro starkmachten, sprachen sich Petra Möller für die SPD-Fraktion und Reinhard Brandau für die WGR für einen niedrigeren Verkaufspreis aus. Zuvor hatte Bürgermeister Becker die Vorzüge des Baugebietes gepriesen: Mit einem Fußweg zum Bahnhaltepunkt von acht Minuten, zwölf Minuten bis zu den Geschäften im Ortskern sowie den geplanten Glasfaserkabel-Anschlüssen der Telekom für Internet und Festnetz sei der Geldacker ein „Top-Baugebiet mit Top-Lage“, wie Becker es formulierte.

Brandau relativierte: er wolle das Baugebiet zwar nicht schlechtreden, aber es habe auch Nachteile. Mit dem Auto sei es hinter den Bahngleisen nicht ganz so leicht zu erreichen. Zudem müsse man bei der Preisgestaltung auch die Angebote der Nachbarkommunen wie Friedewald in direkter Nachbarschaft im Auge behalten.

Er stellte daher den Antrag, den Preis auf 67 Euro pro Quadratmeter festzulegen. Mit sechs Stimmen von WGR und SPD bei zwei Enthaltungen gegen fünf Stimmen von CDU und SPD wurde der WGR-Antrag schließlich mehrheitlich angenommen.

Einstimmig sprach sich das Gemeindeparlament dafür aus, dass die Grundstückskäufer verpflichtet werden, spätestens drei Jahre nach dem Grundstückskauf diese auch zu bebauen, „damit die Grundstücke nach dem Erwerb zeitnah genutzt werden und nicht als Spekulationsobjekte in Form von Baulücken enden“, wie Bürgermeister Becker es ausdrückte. Der Gemeindevorstand wurde zudem ermächtigt, die Baugrundstücksverkäufe ohne weitere Beschlüsse der Gemeindevertretung zu den beschlossenen Konditionen abschließen zu können.

Nun wird laut Becker seitens der Gemeinde alles Erforderliche vorbereitet, damit die ersten Grundstückskäufe schon bald getätigt werden können.

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