Freier Eintritt in den Badepark

Kehrtwende in Ronshausen: Alle Retter dürfen nun doch kostenlos baden

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Beliebter Treffpunkt: Der Spaß im Badepark Ronshausen soll künftige für aktive Mitglieder von Rettungsdiensten kostenlos sein.

Kein kostenloses Baden für Feuerwehrleute in Ronshausen: Dafür bezog das Gemeindeparlament im Juni in der Öffentlichkeit viel Prügel. Nun wurde anders entschieden. 

Nach der Sitzung am Donnerstag heißt es nun: Künftig dürfen alle aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, des Roten Kreuzes und sogar der DLRG und des THW den beliebten Badepark kostenfrei nutzen. Voraussetzung ist, dass sie Bürger der Gemeinde sind. Im Juli war zunächst das Unternehmen Bardt Krankenpflege in die Bresche gesprungen und hatte den freien Eintritt für die Feuerwehr bezahlt.   

DLRG und THW haben keine eigenen Ortsvereinigungen in Ronshausen. Nach der Parlamentsentscheidung müssen die Hilfsorganisationen nun bis zum 30. April Bescheinigungen bei der Gemeinde mit den entsprechenden Namen vorlegen. In der nächsten Saison gilt die neue Regelung.

FDP und CDU: Bedenken wegen des Schutzschirms

Der Beschluss fiel einstimmig bei Enthaltung von FDP-Sprecher Thomas Wenderoth. Der hatte mit Blick auf den Schutzschirm festgestellt: „Es ist nicht die Zeit, Geschenke zu verteilen.“ Der Antrag der SPD-Fraktion komme zur Unzeit, weil Ronshausen trotz Entschuldung durch das Land noch immer auf einem Schuldenberg sitze.

Der Schutzschirm war es auch, der Teile der CDU-Fraktion anfangs an einer positiven Entscheidung gehindert hätte, erinnerte deren Sprecher Holger Funk. Nach mehreren Diskussionen habe man sich aber entschieden, den SPD-Antrag zu befürworten. Funk unterstrich noch einmal, dass die Feuerwehrleute bei der gesamten CDU-Fraktion hohe Wertschätzung genössen.

SPD und WGR lieferten sich Schlagabtausch im Parlament

Einen verbalen Schlagabtausch gab es zwischen SPD-Fraktionsmitgliedern und WGR-Chef Reinhard Brandau. Der hatte der SPD vorgeworfen, sie habe sich vehement dagegen gewehrt, auch andere Rettungsdienste in den Genuss des freien Eintritts kommen zu lassen. Matthias Tobi (SPD) erklärte dagegen, man sei nicht gegen die Einbeziehung des DRK gewesen, sondern gegen die Form des Änderungsantrags der WGR in der Juni-Sitzung.

Die hatte damals beantragt, allen aktiven Rettungskräften eine 50-prozentige Ermäßigung auf Familien- und Saisonkarten zu gewähren. Dafür hatte es keine Mehrheit gegeben, ebenso wenig wie für den damaligen SPD-Antrag, allein den aktiven Feuerwehrmitgliedern freien Eintritt in den Badepark zu ermöglichen.

Wassertretbecken in Ronshausen soll kommen

Mehrheitlich unterstützt wurde der Antrag der SPD-Fraktion, zumindest schon einmal die Absicht zu bekunden, ein Wassertretbecken in der Gemeinde einzurichten. Das Interesse daran sei groß, erklärte Sandra Tobi. Derzeit nutzten viele Ronshäuser das Tretbecken in Weiterode.

Der Gemeindevorstand soll nun mögliche Standorte und die zu erwartenden Kosten überprüfen und in den Entwurf des Haushaltsplans 2020 einstellen. Wie das Tretbecken gepflegt und betrieben werden kann, ist noch offen. Weitgehend einig war man sich mit Ronshausens Bürgermeister Markus Becker, dass der Bauhof dies nicht auch noch im Sommer leisten könne.

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