Leitungen werden ausgetauscht

Immer wieder Machtlos: Ronshäuser Ortsteil ist wieder ans Stromnetz angeschlossen

Das kleine Dorf Machtlos hat große Probleme mit seiner Stromversorgung.

Stromausfall in Machtlos: Der Ronshäuser Ortsteil wurde von einem Notstromaggregat der EAM versorgt. Auf dem Bild zu sehen ist Ortsvorsteher Udo Berle.

Update vom Donnerstag, 09.07.2020, 17.10 Uhr: Der Ronshäuser Ortsteil Machtlos, der nach Leitungsausfällen über mehrere Tage mit einem Notstromaggregat versorgt werden musste, ist wieder ans reguläre Stromnetz angeschlossen worden. Bereits am Donnerstagvormittag um 11 Uhr konnte die erneuerte Leitung in Richtung Gut Bellers in Betrieb gemommen werden, wie EAM-Pressesprecherin Sandra Hübner auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Es sei geplant, dass auch die Stromleitung in Richtung Ronshausen bis Ende der kommenden Woche erneuert sein wird und wieder ans Netz gehen kann. „Die Arbeiten an dem zweiten Leitungsabschnitt werden nahtlos fortgeführt“, erklärte Hübner. Darüber freut sich auch Ortsvorsteher Udo Berle, der nun hofft, dass die Probleme mit Stromausfällen in Machtlos dauerhaft vorüber sein werden.

Ronshäuser Ortsteil war tagelang auf Notstromaggregat angewiesen

Zurzeit wird dort bereits ein Teilstück der Stromleitung von der EAM erneuert – unsere Zeitung berichtete – und Ortsvorsteher Udo Berle hatte gehofft, alle zuletzt aufgetretenen Probleme mit Stromausfällen würden dadurch gelöst. Doch seit dem vergangenen Donnerstag hat sich die Lage dramatisch verschärft, wie der 46-Jährige berichtet: „Inzwischen wird unser gesamter Ort komplett mit einem Notstromaggregat von der EAM versorgt“, erklärt Berle.

Was war geschehen? Am frühen Donnerstagmorgen hatte ein erster Stromausfall die Machtloser während der Frühstückszeit ereilt. „Das wurde relativ schnell behoben, da wir ja an einem Ringleitungssystem hängen und das defekte Teilstück in Richtung Gut Bellers abgeschaltet werden konnte und wir über die Leitung von Ronshausen mit Strom versorgt werden konnten“, berichtet Berle. Doch schon wenige Stunden später – zur Mittagszeit – habe es den nächsten Stromausfall gegeben. „Das hat dann deutlich länger gedauert – einfach umschalten ging ja nicht mehr, da nun beide Leitungen nach Machtlos defekt waren“, sagt Berle.

Am Nachmittag habe die EAM dann ein Notstromaggregat aufgestellt. Am Freitag habe man die Schadstelle in der Leitung Richtung Ronshausen lokalisiert und repariert und die Stromversorgung wieder auf diese Leitung umgestellt. „Das war aber nur von kurzer Dauer – am Samstag ebenfalls zur Mittagszeit – hat es einen mächtigen Knall gegeben und aus der noch offenen Baugrube stieg dicker, schwarzer Rauch auf“, sagt der Ortsvorsteher. Die Stromleitung aus Ronshausen hatte sich endgültig verabschiedet.

Nachdem Berle den neuerlichen Schaden sogleich bei der EAM gemeldet hatte, schlossen deren Techniker das glücklicherweise noch in Machtlos verbliebene Notstromaggregat gleich wieder an. Seitdem versorgt es den kleinen Ronshäuser Ortsteil zuverlässig mit Strom.

„Inzwischen hat sich die EAM entschlossen, uns auch Richtung Ronshausen eine neue Leitung zu legen und die alte nicht mehr zu reparieren“, weiß Berle zu berichten. Zurzeit werde die Strecke zwischen der Freileitung oberhalb des Ortes bis zur Trafostation in der Ortsmitte erneuert.

Beim ersten Reparaturversuch am vergangenen Donnerstag sei zudem ein Kabel der Telekom beschädigt worden. Das habe Auswirkungen auf einige Anschlüsse im Feriendorf gehabt, wo sowohl mehrere Telefon- als auch Internetanschlüsse betroffen waren. „Über mehrere Tage waren die Leitungen tot und die Betroffenen hatten langsam schon kein Verständnis mehr dafür, dass das so lange dauert“, sagt Berle. Er nahm Kontakt mit dem Endversorger Netcom auf, der die Telekom-Leitung nutzt.

„Seit Dienstagmittag sollte die Instandsetzung der Leitung abgeschlossen sein – wir gehen davon aus, dass diese Störung für alle betroffenen Kunden in Machtlos nun beseitigt ist“, sagte Daniel Hecker, Leiter der kommunalen Kooperation der Netcom, am Dienstag auf Nachfrage.

Nun hofft Berle, dass auch die Stromversorgung bald wieder auf normalem Wege – zunächst Richtung Gut Bellers – möglich ist. „Geplant ist, dass die Tiefbauarbeiten dort am Donnerstag abgeschlossen sind und die Stromversorgung ab Freitag wieder auf das Kabel umgestellt sein wird“, sagt EAM-Pressesprecherin Sandra Hübner. Auch die Arbeiten am defekten Kabel in Richtung Ronshausen würden sofort weitergeführt, um für Machtlos wieder ein stabiles Stromnetz zu gewährleisten.

„Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt auch das Notstromaggregat im Ort stehen“, sagt die Firmensprecherin. Glücklicherweise verfüge die EAM über mehrere große Notstromaggregate, die in solchen Fällen eingesetzt werden. Ein weiteres sei zur Sicherheit zusätzlich nach Machtlos gebracht worden – für alle Fälle.

Rubriklistenbild: © Peter Gottbehüt

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