Arbeiten startet in den Herbstferien

Umleitung führt durch den Wald: Zufahrt nach Machtlos wird für Sanierung gesperrt

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Da geht’s während der Vollsperrung der Kreisstraße lang: Um während der Fahrbahnsanierung nach Machtlos zu gelangen, muss der nur an den Ortsrändern asphaltierte Waldweg nach Iba als Umleitungsstrecke hergerichtet werden. Bürgermeister Markus Becker zeigt, wo dieser am Fuße des Struthsbergs vor Machtlos nach links abzweigt. Bis zum Baubeginn dauert es aber noch. Die Straße soll in den Herbstferien binnen zwei Wochen saniert werden.

Wenn die Straße zum Ronshäuser Ortsteil Machtlos unter Sperrung saniert wird, bedeutet das mehr als andernorts: Sie ist die einzige asphaltierte Zufahrt zum Ort. 

Ist der Weg über die Kreisstraße 57 abgeschnitten, bleibt noch die auf weiter Strecke nur geschotterte Verbindung durch den Wald nach Iba übrig.

Diese soll daher für die Zeit der Fahrbahnsanierung so ertüchtigt werden, dass der Verkehr hierüber möglichst problemlos umgeleitet werden kann. Deshalb beginnt Hessen Mobil zur Vorbereitung der Umleitungsstrecke rechtzeitig vor den Herbstferien mit den hierfür erforderlichen Arbeiten. Die eigentliche Fahrbahnsanierung der Kreisstraße 57 ist dann in den Herbstferien Anfang Oktober vorgesehen, wie Hessen Mobil auf Anfrage mitteilt.

Die Arbeiten an dem 3,9 Kilometer langen Streckenabschnitt vom Abzweig der Landesstraße beim ehemaligen Waldgasthof Immensee bis nach Machtlos werden voraussichtlich 660 000 Euro kosten. Auftraggeber und Kostenträger ist der Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Sanierung der Fahrbahn endet nicht am Ortsschild

Dabei wird der in die Jahre gekommene Fahrbahnbelag angeraut und mit einer neuen Asphaltschicht versehen. Jeweils eine Woche sind pro Arbeitsgang eingeplant – innerhalb von 14 Tagen soll die Fahrbahnsanierung also abgeschlossen sein.

Die Sanierung der Fahrbahn wird auch nicht – wie zunächst überlegt – am Ortsschild enden. Auch innerhalb der Ortslage wird die gesamte Hauptstraße bis zu deren Ende neu asphaltiert. „Um die Höhen zu den Bürgersteigen einzuhalten, muss im Ort natürlich etwas tiefer ausgeschachtet werden“, erklärt Ronshausens Bürgermeister Markus Becker.

Ausweichstrecke ist auch Baufläche für die Anbindung ans schnelle Internet

Bei der Abstimmung des Termins für das Bauvorhaben habe die Gemeinde ganz besonders aufpassen müssen, sagt Becker. Ist doch die Ausweichstrecke durch den Wald nach Iba zugleich auch Baufläche für die Trasse zur geplanten Anbindung der Machtloser ans schnelle Internet durch die Breitband Nordhessen GmbH. „Wir wollen uns da keinesfalls einen Schildbürgerstreich erlauben und eine gerade als Umleitung ertüchtigte Strecke wegen des Kabels vom Pflug noch mal aufreißen müssen“, sagt Becker. 

Musste mit bedacht werden: Neben der Umleitungsstrecke musste auch der Bau der Trasse für die neuen Glasfaserkabel eingeplant werden. Unser Bild zeigt Bürgermeister Markus Becker (links) und Ortsvorsteher Udo Berle neben einem neuen Verteilerkasten für das schnelle Internet an der Straße Zum Haken.

Alle Beteiligten hätten sofort reagiert und gemeinsam eine vernünftige Lösung hinbekommen. Die Leerrohre für das Glasfaserkabel sind daher im März frisch eingebaut worden. Die Arbeiten hierfür sind bereits fast abgeschlossen, auch zwei Multifunktionsgehäuse für die Verteil-Technik sind schon in Machtlos an der Hauptstraße und der Straße Zum Haken aufgestellt worden.

Neues Netz ist voraussichtlich Ende 2019 verfügbar

Wer jetzt allerdings glaubt, dass das schnelle Internet nun bereits sehr bald verfügbar sein wird, muss sich eines Besseren belehren lassen. Denn hierfür muss neben Machtlos der gesamte Bauabschnitt fertiggestellt sein. Die Inbetriebnahme, der eine längere Testphase nachgeschaltet sein wird, soll nach Angaben des Netzbetreibers Netcom Kassel im September sein. Die ersten Haushalte können laut Netcom voraussichtlich Ende 2019 angeschlossen werden.

Die Dauer des Wechselprozesses sei dabei allerdings individuell von Kündigungsfristen, Restlaufzeiten der Altverträge und der Rufnummernportierung der jeweiligen Teilnehmer abhängig, teilt eine Netcom-Sprecherin auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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