Viele Väter für Erfolg: Nur eine Gegenstimme für Ronshäuser Haushaltsplan

Ronshausen. Satte Mehrheit für den Ronshäuser Haushaltsplan: Einzig Thomas Wenderoth (FDP) stimmte in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag in Machtlos gegen das Zahlenwerk, das erstmals seit 22 Jahren ausgeglichen ist und ohne neue Schulden auskommt. Vorgesehen ist sogar ein kleiner Überschuss von 1250 Euro.

Für den CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Knierim war das Anlass, von einem „historischen“ Haushalt zu sprechen. Er ordnete den Erfolg voll und ganz Bürgermeister Markus Becker zu. Knierim betonte auch, dass damit das Schutzschirm-Ziel zwei Jahre früher erreicht sei.

Wenngleich auch die anderen Fraktionen grundsätzlich zufrieden mit dem Haushaltsplan sind, - dass das positive Ergebnis allein dem Bürgermeister zu verdanken ist, mochten sie so nicht stehen lassen. WRG-Chef Reinhard Brandau wies darauf hin, dass ein erheblicher Teil des Erfolgs durch Steueranhebung auch auf die Bürger und die Gewerbetreibenden sowie die Mitarbeiter der Verwaltung zurückzuführen sei.

Nils Möller (SPD) ergänzte, dass auch die Gemeindevertretung selbst durch ihre Beschlüsse einen großen Beitrag zum ausgeglichenen Haushalt geleistet habe.

Thomas Wenderoth (FDP) meinte, das Zahlenwerk sei kein Grund zum Jubeln und bemängelte so einiges. Er meinte zum Beispiel, dass Ronshausen bei. Grundsteuerhebesatz mit 650 Prozentpunkten Hessenmeister sei. Das stimmt allerdings nicht. Nicht nur Rotenburg liegt mit 785 Prozentpunkten höher.

Reinhard Brandau empfahl Wenderoth nicht nur wegen dieser Äußerung eine Schulung in doppischer Haushaltsführung. Wenderoth addiere, was nicht zu addieren sei und komme zu falschen Schlüssen, kritisierte Brandau.

Der Ergebnishaushalt schließt mit knapp vier Millionen Euro in Erträgen und Aufwendungen mit einem Überschuss von 1250 Euro ab. Über den Finanzhaushalt sind Investition in Höhe von 391.000 Euro geplant.

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Rubriklistenbild: © dpa

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